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Mofarennen auf dem Hagen

Die wilde Jagd

HAGEN. Beim 12. Hagener Mofarennen haben 28 Teams alles gegeben, und der Motorsportclub Hagen zeigte sich von der Zahl der Besucher begeistert. 218 Runden fuhr die Siegerin vom Sanni Racingteam aus Erwitte.

veröffentlicht am 25.06.2017 um 15:01 Uhr
aktualisiert am 25.06.2017 um 17:20 Uhr

Von Beginn an liefert sich das Fahrerfeld heftige Positionskämpfe. Foto: rr
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Autor

Rudi Rudolph Reporter
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Der Geruch des Zweitaktgemischs steigt penetrant in die Nase und im Fahrerlager auf dem Hagener Gelände neben dem Schützenplatz tummeln sich bunte Gestalten. Fahrer, Schrauber und Unterstützer nutzen die letzten Minuten vor dem Start zum Relaxen. Bei den Strappers, die gleich mit zwei Teams antreten, gibt’s ein Beruhigungsbier, beim Sanni Racingteam ist man ganz entspannt, während etwa bei den Green Frogs noch an der Maschine gebaut wird. Um 15 Uhr soll das 12. Hagener Mofarennen starten, höchst professionell und akribisch vom Hagener MC vorbereitet und mit einer Streckenführung, die sich doch etwas von jener der letzten Jahre unterscheidet.

Anspruchsvoll wie eh und je ist sie über Wiesengelände geführt, enthält Hügel, eine Durchfahrt durch ein Kornfeld und zahlreiche Kurven und Kehren. Pünktlich geht das Feld auf die Einführungsrunde, auf der sich auch diesmal Bürgermeister Klaus Blome auf einem Quad kräftig durchrütteln lässt, dann biegt dieses ab, und los geht die wilde Jagd. Man staunt, was aus den Mofas herauszuholen ist. Mit fast 65 Stundenkilometern und unter ohrenbetäubendem Lärm gibt’s nur eins: Vollgas! Glücklicherweise ist das Geläuf trocken, doch man hat zur Stabilisierung des Untergrundes Stroh ausgelegt, was die Kurvenfahrt nicht einfacher macht. Die Fahrerinnen und Fahrer müssen das Bein herausstellen und sich waghalsig auf die Seite legen. Von Beginn liefern sich die 28 Teams heftige Positionskämpfe, und wegen des hohen Tempos landet manch ein Fahrer abseits der Strecke in der Wiese. Mensch und Material müssen über vier Stunden dem hohen Anspruch genügen, der an Kondition, Kraft, Kampfeswillen und die Haltbarkeit der Maschinen gestellt wird.

Konzentriert muss man sein, denn wie die Starnummer 5 mit dem vielleicht passenden Namen „Johnnie Daniels – Black Label Society“ beweist, kann der Fahrer mal eben die Randbegrenzung touchieren und zack, liegt er da. Die ungefähr zwölf Streckenposten signalisieren sofort mit gelben Flaggen das Malheur an die anderen Rennfahrer. Helfer richten das Mofa auf, der Fahrer signalisiert ein „OK“, dann klemmt sich sein Teamkollege das Zweirad zwischen die Beine und heizt los. Ja nicht zu viele Runden verlieren. Denn als Sieger wird erklärt, wer nach den harten vier Stunden die meisten gefahrenen Runden vorweisen kann. Nach zwei Stunden eine kurze Unterbrechung. Wieder stellen sich alle am Start auf, dann geht es erneut los, doch diesmal in die entgegengesetzte Richtung.

Die Strecke führt auch durch ein eigens vom Landwirt freigeschnittenes Getreidefeld. Foto: rr
  • Die Strecke führt auch durch ein eigens vom Landwirt freigeschnittenes Getreidefeld. Foto: rr
Nicht nur bei den „Green Frogs“ wird vor dem Rennen noch fleißig an den kleinen Flitzern geschraubt. Foto: rr
  • Nicht nur bei den „Green Frogs“ wird vor dem Rennen noch fleißig an den kleinen Flitzern geschraubt. Foto: rr

Am Ende siegen Sandra Peschke und Luca S. vom Sanni Racingteam aus Erwitte mit 218 gefahrenen Runden, gefolgt vom TJB Racing Team aus Lügde mit Tom Blome, Jan Mühlenhof und Bastian Schlieker (früher Flower-Power Team) mit 212 Runden und den Friends of Motorbikes Lügde mit Mario Stumpe, David Lödige und Tim Schneidewind mit 209 Runden. „Die Mofas sind schneller geworden, die Strecke auch“, erklärt Uwe Brechbühler vom MC Hagen, warum in diesem Jahr deutlich mehr Runden als im letzten Jahr gefahren wurden. Von der Stimmung und den vielen Zuschauern zeigte er sich begeistert. „Ich glaube, so viele hatten wir noch nie.“ Die Rennstrecke war dicht von Zuschauern gesäumt. Ganze Familien ließen sich das Spektakel nicht entgehen, wandern zu verschiedenen Aussichtspunkten und versuchen.

Ab 20 Uhr setzte die Band „Backenfutter“ einen ausgelassenen Schlusspunkt unter ein gelungenes Mofarennen.



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