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Ein Raum der Schau „Ungeheuer im Schloss“ blieb bei der Eröffnung versehentlich geschlossen

Die vergessenen Möpse

Bad Pyrmont. Dumm gelaufen: Bei der Eröffnung der Ausstellung „Ungeheuer im Schloss“ wurde ein Raum glatt vergessen. Und das kam so: Beim Aufbau der neuen Ausstellung wurde der museumspädagogische Raum im Obergeschoss als Erster eingerichtet – mit einer Darstellung des Buches „Ottos Mops“, einem Gemeinschaftswerk des Schriftstellers Ernst Jandl und des Illustrators Norman Junge, dem gemeinsam mit Nikolaus Heidelbach diese Ausstellung gewidmet ist (wir berichteten). Dann wurde der Raum geschlossen, und die Mitarbeiter waren mit den weiteren Exponaten beschäftigt.

veröffentlicht am 30.11.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 05:41 Uhr

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Autor:

Karin Heininger
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Am Tag der Eröffnung wurde die Tür aus Versehen nicht wieder geöffnet, und so kam es, dass Herr Otto und sein frecher Mops den Augen der Besucher zunächst verborgen blieben. Weil aber das Buch im vorigen Jahr einen „Sonderpreis Illustration des Deutschen Jugendliteraturpreises 2012“ bekam, und auch, weil die Gattung Mops im Augenblick eine ungeahnte Renaissance bei Deutschlands Hundefreunden erfährt, sei das eigensinnige Möpschen hier noch nachträglich gewürdigt.

Das Charakteristische dieses Buches, dessen Zeichenblätter die Wände des Raumes schmücken, ist Ernst Jandls Vorliebe für den Konsonanten „O“. Jedes Wort in den Texten dreht sich um diesen Buchstaben. Ottos Mops lässt sich nicht locken, er trotzt vielmehr. Und kotzt am Ende, weil Obst für einen Mops nun mal schwer verdaulich ist. Herrchens Kommentar zu dieser Schweinerei: „Ogottogott!“

Norman Junge hat mit spitzer Feder und viel Liebe zum Detail Herrchen und Hund in ihrem spießigen Wohnzimmer zum Leben erweckt, er hat das, was dem österreichischen Autor als „grotesker Humor“ bescheinigt wird, gekonnt in seine eigene Bildsprache umgesetzt. Ein tierischer Spaß zum Lesen und Gucken für Kinder und Erwachsene.



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