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Politik einigt sich nach einem Jahr Beratung auf höhere Grabgebühren für alle Friedhöfe

Die Urne ist die häufigste Wahl

Bad Pyrmont. Es so gut wie beschlossen: Sterben wird in Bad Pyrmont deutlich teurer. Bei einer Gegenstimme hat sich der Bauausschuss am Dienstagabend auf eine Anhebung der Friedhofsgebühren geeinigt. Die abschließende Abstimmung im Rat am 19. Dezember ist damit nur noch Formsache.

veröffentlicht am 21.11.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 06:41 Uhr

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Vor genau einem Jahr hatte die Stadtverwaltung ihre Vorschläge auf den Tisch gelegt, denn mit den alten Gebühren war man in den roten Zahlen. Doch der Politik waren die Aufschläge zu happig. Eine Arbeitsgruppe einigte sich auf eine Anhebung in drei Stufen bis 2015. Zum Beispiel kosten Wahlgrabstellen statt derzeit 750 Euro zunächst 1500 Euro, dann 1680 Euro und schließlich 1830 Euro. Der Preis für eine Wahlgrabstelle in Nischen, die bislang für 1000 Euro zu haben ist, steigt sogar auf 4270 Euro. Urnengrabstellen kosten künftig 480 Euro.

„Zwei Drittel aller Bestattungen sind Urnenbestattungen, das ist mittlerweile die häufigste Bestattungsart“, erläuterte Hans-Joachim Böhnke von der städtischen Bauverwaltung. Dieser Tatsache wird auch mit der Einführung von Urnengemeinschaftsgräbern Rechnung getragen, die einheitlich gestaltete Grabplatten erhalten. Neu sind auch Gräber für „Sternenkinder“, das sind verstorbene Kleinstkinder.

Die Höhe der neuen Gebühren richtet sich laut Böhnke nach verschiedenen Parametern wie die beanspruchte Fläche und auch die Dauer der Ruhezeit, die von 30 Jahren für Grabstellen und 20 Jahren für Urnen reicht. Wichtig sei, dass die Gebühren für alle Friedhöfe einheitlich seien. „Das ist eine wichtige Voraussetzung für die Rechtssicherheit“, so Böhnke.

„Die Kosten sind da. Entweder deckt sie der Steuerzahler oder der Verursacher“, machte Udo Nacke (CDU) die Notwendigkeit einer Erhöhung deutlich. „Uns bleibt nichts anderes übrig, auch wenn es schmerzt“, stellte Hans-Herbert Webel (SPD) fest und Fabian Sieland (Grüne) sprach von einer „sehr moderaten“ Erhöhung. Nur Rudi Leinhardt (CDU) protestierte: „Das ist unverständlich.“

Die Verwaltung erwartet durch die Erhöhung Mehreinnahmen in Höhe von etwa 330 000 Euro. Wie lange die neuen Gebühren ausreichen, wird sich zeigen. Spätestens in drei Jahren wird eine neue Kostenkalkulation fällig.uk

Zwei Drittel aller Bestattungen auf Pyrmonter Friedhöfen sind mittlerweile Urnenbestattung.Archiv



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