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An der Erdfällenstraße sollen 30 Wohnhäuser entstehen

Die Stadtsparkasse lässt sich auf neues Bauland ein

Bad Pyrmont (uk). 20 500 Quadratmeter, 30 Bauplätze für Einfamilien- und Doppelhäuser, 98,50 Euro je Qua-dratmeter voll erschlossenes Bauland. Das sind die drei Eckwerte, die für ein Wohnbaugebiet stehen, das für die Stadtsparkasse Bad Pyrmont und ihre Immobilientochter IDB eines der größten seit langer Zeit ist, lässt man das Areal Alt Bathildis, das eine andere Zielsetzung hat, einmal außen vor. Es umfasst ein Rechteck zwischen Erdfällenstraße und Schulstraße.

veröffentlicht am 08.04.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 14:41 Uhr

Drei Bauplätze hat die IDB für Bauherren für dieses Baugebiet zw
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Wohnungsleerstände, demografischer Wandel, Einwohnerschwund – Bad Pyrmont macht davon keine Ausnahme. Der Vorstandsvorsitzende Martin Lauffer und sein Kollege Jochen Johannink sind dennoch optimistisch, das Baugebiet mit Häusern füllen zu können. „Das Interesse der Menschen, die den Bau eines Eigenheims konkret planen und realisieren wollen, hat in Bad Pyrmont wieder deutlich zugenommen“, sagte Lauffer am Donnerstag bei der Vorstellung der Planung. „Diese Wünsche gilt es zu erfüllen, um Einwohner an Bad Pyrmont zu binden oder neu zu gewinnen und Abwanderungen in das Umland zu verhindern.“ Das sei nur mit attraktivem Bauland möglich und das gebe es in Bad Pyrmont nicht. Lediglich Baulücken seien vorhanden, und dass die unbebaut bleiben, habe in der Regel einen Grund, wie die Stadtsparkasse selber schon auf dem Hagen habe feststellen müssen.

Die ersten Reaktionen seien sehr positiv und drei Reservierungen gebe es auch schon, begründete Jochen Johannink seine Zuversicht, das Baugebiet an der Erdfällenstraße auch vermarkten zu können und erinnerte daran, dass die Kosten für Kredite nahe des historischen Tiefstandes liegen und öffentliche Förderprogramme für Sicherheit bei der Finanzierung sorgen. Außerdem gewinne das Interesse an Sachwerten im Zuge der Wirtschafts- und Finanzkrise wieder an Bedeutung.

Ein Risiko bleibt dennoch, denn die Stadtsparkasse respektive die IDB geht laut Lauffer mit einer Summe von rund 2 Millionen Euro für das Baugebiet „Auf dem Stücke“ in Vorleistung. „Das kann ein privater Investor nicht tun“, ist sich der Stadtsparkassenchef sicher.

Die Zuschnitte der Grundstücke mit Größen von 600 bis 850 Quadratmeter lassen nach Überzeugung der Planer genügend individuelle Gestaltungsmöglichkeiten. „Wir haben sehr viel Wert daraufgelegt, einen Bebauungsplan ohne große Auflagen sicherzustellen“, so Lauffer. Auch für die größeren Grundstücke gebe es genügend Kundenpotenzial, etwa Manager aus dem mittleren Management der Firma Phoenix Contact. „Die müssten sich das 850-Quadratmeter-Grundstück leisten können.“

Nach dem Debakel um das politisch umstrittene und schließlich vom Verwaltungsgericht gekippte Baugebiet an der Gustav-Beermann-Straße, das ebenfalls die IDB für die Stadtsparkasse vermarkten sollte, ist man in der Vorstandsetage der Bank vorsichtiger geworden.

Die Erschließung basiert nicht nur auf einem, – in diesem Fall seit August vergangenen Jahres – rechtsgültigen Bebauungsplan, sondern die IDB hat sich vertraglich auch vor den Folgen eines Normenkontrollverfahrens schützen lassen, das die weitere Bebauung des GBS-Areals verhindert hatte.

An der Erdfällenstraße sollen jetzt die Bagger anrollen und in den nächsten drei bis vier Monaten alle Ver- und Entsorgungsleitungen verlegen. Künftige Bauherren könnten dann im Herbst, einige sogar früher loslegen.

Das Engagement an der Erdfällenstraße ist nach den Worten des Stadtsparkassenchefs nur der Anfang. Weitere Baugebiete mit unterschiedlich großen und unterschiedlich teuren Bauplätzen sollen in nächster Zeit folgen.

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