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Die Senioren-Union diskutierte über das Städtebauliche Gesamtkonzept für Bad Pyrmont

„Die Stadt muss agieren und nicht reagieren“

Bad Pyrmont (Hei). Nicht nur die Interessen älterer Menschen standen bei einer Mitgliederversammlung der Senioren-Union im Mittelpunkt. Auch die Belange der Jugend und ihre Zukunft in Bad Pyrmont waren ein Diskussionsthema der gut besuchten Versammlung, bei der es um die gerade angeschobene Stadtentwicklungsplanung ging.

veröffentlicht am 30.03.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 12:41 Uhr

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Ausgangspunkt der Debatte war ein Vortrag des designierten CDU-Fraktionsvorsitzenden Udo Nacke über das ,,Städtebauliche Gesamtkonzept Bad Pyrmont“. Nacke informierte seine Zuhörer über die 1. Planungswerkstatt im Rathaus (wir berichteten) und stellte die wichtige Rolle der 60 dabei beteiligten Einwohner heraus. Das Konzept sei eine Möglichkeit, Bad Pyrmont nach vorn zu bringen und damit auch um die nötigen Mittel zu werben. ,,Wir müssen schnell sein, damit wir das Konjunktur-Paket nutzen können“, meinte Nacke.

Schwächen der Stadt aufzeigen

Es sei ein Weg, der nicht nur von den Politikern, sondern vor allem auch von den Bürgern gewollt werde. ,,Wenn die Bürger das Konzept weiterhin so positiv begleiten, könnte es gelingen“, betonte der Redner. Ein Ziel der Planung sei es aber auch, die Schwächen der Stadt aufzuzeigen, und dazu gehörten unter anderem die Leerstände in der Kernstadt.

Mehr Aktivität des Rates forderte der Neu-Pyrmonter Günter Kirsch, ein früherer Architekt, der sich zu einem längeren Statement zu Wort meldete. Die Stadt müsse agieren und nicht reagieren, zum Beispiel gerade jetzt Grundstücke als Kapitalanlage kaufen. Wichtig sei es, in erhaltenswerte Bausubstanz zu investieren, und zwar nicht nur in denkmalgeschützte Häuser, sondern auch in andere, die ebenfalls zum Stadtbild gehörten.

Vor allem müssten junge Menschen, die er persönlich bei der Planungswerkstatt im Rathaus vermisst habe, in das Städtebauliche Konzept einbezogen werden, forderte Kirsch. ,,Jede Generation hat das Recht, ihre eigenen Bauvorstellungen zu verwirklichen. Ohne Jugend gibt es keine Zukunft“, betonte er.

Zu den Leerständen in der Innenstadt und mangelnden Einkaufsmöglichkeiten meinte Kirsch: ,,Schuld sind wir selbst, denn als Kunden haben wir die kleinen Geschäfte vernachlässigt.“

Die in der Diskussion angesprochene Frage nach dem Erhalt von Arbeitsplätzen beantwortete Nacke mit Skepsis. Die Kapazität in Gastronomie und Kliniken sei ausgeschöpft, und es sei schwer, jungen Menschen hier eine Berufschance zu bieten. Zu einem anderen Thema machte der in den Vorstand neu gewählte Beisitzer Hans-Peter Löhlmann seinem Ärger Luft. Er bemängelte die Verschmutzung der Brunnenstraße durch Vogelkot und anderer Wege durch Hundedreck. ,,Es ist zwar gut, 50 Jahre in die Zukunft zu planen. Aber erst einmal sollte man den ,kleinen Schiet’ von heute beseitigen!“

Und auch das ist Stadtentwicklung: Werner Lange, Vorsitzender der Senioren-Union, informierte darüber, dass sich das Thema Fachärztemangel, für das sich die Senioren-Union stark gemacht hatte (wir berichteten), positiv entwickele. So gebe es bald eine neue HNO-Ärztin in Bad Pyrmont, und auch die Suche nach einem Rheumatologen werde wieder in Angriff genommen.

Erhaltenswerte Bausubstanz wie hier in der Oesdorfer Straße in Bad Pyrmont gibt es reichlich – und zwar nicht nur in denkmalgeschützten Häusern. Auch das war Thema der Diskussion.

Fotos: Hei/uk



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