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Betreiber Kampe freut sich über Solidarität und wird seinen umstrittenen Zaun versetzen

„Die Stadt lebt auch vom Tierpark“

Bad Pyrmont. Sie wollten Solidarität mit dem Pyrmonter Tierpark beweisen und nahmen es darum selbst in die Hand, den neu gestalteten Eingangsbereich der Anlage einzuweihen: Mitglieder eines Initiativkreises unter Leitung der Pyrmonterin Ina Borchardt luden zum Familientag in den Tierpark ein. Damit wollte das Team Tierparkleiter Linus Kampe entlasten und den Förderverein für Tier- und Artenschutz (VTA) unterstützen, unter anderem beim Bau einer Voliere für Schnee-Eulen und Polarfüchse. Die Spendenbereitschaft von Privatpersonen und Firmen habe sich allerdings in Grenzen gehalten, bedauerte Borchardt.

veröffentlicht am 17.09.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 16:21 Uhr

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Autor:

Karin Heininger
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Rund um den Spielplatz war ein kleiner „Vergnügungspark“ aufgebaut, mit Kinderschminken, Glücksrad und Imbissbude. Viel Aufmerksamkeit fand auch „Zauberin“ Ruth Lopez aus Melle, die kleine Ballontiere modellierte. „Es war eine Blitzidee, dem Tierpark zu helfen. Inzwischen sind wir ein festes Team und wollen uns auch weiterhin kümmern, denn die Stadt lebt auch vom Tierpark“, versicherte Ina Borchardt. Auch die bekannte CDU-Politikerin Ursula Körtner gehöre zu diesem Team, „als Privatperson und als meine Nachbarin“, betonte die Initiatorin.

Bürgermeisterin Elke Christina Roeder würdigte die „Solidarität engagierter Bürger und Bürgerinnen mit dem Tierpark“. Die jährliche Unterstützung des Tierparks gehöre zu den freiwilligen Leistungen der Stadt, aber von einem Beitrag der privaten Einrichtung zur Haushaltssanierung 2013, also einer Kürzung der Mittel, habe man abgesehen. „Jahr für Jahr dürfen die Kindergärten und Schulen die Einrichtung kostenlos besuchen – da muss sich auch eine Stadt kooperativ zeigen. Die Streichung ist also vorerst vom Tisch“, so Roeder.

Zum „derzeit laufenden Rechtsstreit um den Tierpark“ (wir berichteten) dürfe sie nichts sagen, erklärte die Bürgermeisterin. Tierparkbetreiber Kampe indes berichtete, dass es mit seinem Kontrahenten Leo Laubrock eine Güteverhandlung vor dem Landgericht Hannover gegeben habe. Ergebnis: Kampe wird den von ihm errichteten provisorischen Zaun, der das Tierparkcafé und den früheren Eingang vom Zoo trennt, weiter in Richtung Tierpark durch einen festen Grenzzaun ersetzen und damit den vorderen Rundweg räumen. Das betrifft unter anderem die Unterkunft der Schimpansen, der Mini-Ponys und -schweine, der Schildkröten sowie die Zooschule, die auf dem Gelände Laubrocks stehen.

Mia und Helen (li.) lassen sich von Zauberin Ruth Lopez Ballontiere aufpusten. Darüber freut sich Fest-Initiatorin Ina Borchardt (re.). Hei

„Bis zum 1. Oktober müssen wir jetzt den neuen Zaun errichten und die betroffenen Tiere, bis auf die Schimpansen, die Herrn Laubrock gehören, innerhalb des Parks in neuen Stallungen und Gehegen möglichst artgerecht unterbringen. Und wir müssen im hinteren Bereich mit der Anlage eines neuen, 150 Meter langen Rundwegs beginnen, der im Frühjahr fertig sein soll. Das alles bei laufendem Betrieb – es wird ein Kraftakt ohnegleichen“, schätzt Kampe die Situation ein. Entmutigen lassen wolle er sich allerdings nicht: „Wir blicken jetzt nach vorn und werden uns bemühen, den räumlichen Verlust durch Attraktionen im hinteren Bereich der Anlage auszugleichen“, versichert er.



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