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Hat der betrügerische Professor Bad Pyrmont den Rücken gekehrt?

Die Spur verliert sich

Bad Pyrmont. Immer wieder wird nachgefragt, was denn aus dem vorgeblichen Professor Doktor Doktor S. geworden sei, der sich in diesem Jahr doch recht auffällig mit scheinbar fachlichem Wissen hervorgetan und in der Öffentlichkeit – insbesondere in kommunalpolitischen Sitzungen geglänzt – hatte. Doch dann stürzte sein fantasiereich konstruiertes Kartenhaus jäh zusammen. Nicht, weil jemand seinen akademische Bildung in Zweifel gezogen hätt. Sondern, weil eine Strafanzeige wegen Leistungsbetruges die Aufmerksamkeit der Pyrmonter Polizei weckte. Die Folge war eine richterlich angeordnete Durchsuchung der Wohnung, in der er und seine Partnerin lebten. Während dieser Maßnahme hatte er vergeblich versucht, sich in der Wohnung vor den durchsuchenden Beamten zu verbergen.

veröffentlicht am 31.12.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 11:21 Uhr

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Nach der Veröffentlichung der Erkenntnisse über den mutmaßlichen Hochstapler meldeten sich noch weitere Geschädigte im Kommissariat. Sie hatten mit dem vorgeblichen Titelträger Kontakt gehabt, fühlten sich von ihm geprellt, entschlossen sich nun ebenfalls, Strafanzeigen gegen den Mann zu erstatten.

Eine ganze Reihe dieser Vorfälle bedürfen nach Auskunft der Ermittler weiterer Nachforschungen, während bislang nur ein Teil als geklärt und abgearbeitet der Staatsanwaltschaft vorgelegt worden sei. Aufgrund der noch laufenden Ermittlungen können weder über die Gesamtzahl der Strafverfahren noch über den angerichteten Gesamtschaden Angaben gemacht werden, erklärte Frank Beißner, der Leiter des Ermittlungsdienstes, gestern auf Nachfrage.

Vorgeworfen werden S. neben dem Missbrauch von Titeln vorrangig Betrügereien. Dabei soll es zumeist um kleinere Beträge gehen, wie sie beispielsweise im Rahmen des täglichen Lebensunterhaltes anfallen. Der ansonsten die Öffentlichkeit nicht scheuende Mann sei nach Berichten einiger in den letzten Wochen nicht mehr in der Stadt gesehen worden. Gegenüber mehreren Gesprächspartnern hatte er beteuert, dass die gegen ihn gerichteten Vorwürfe nicht stimmen würden. Er wolle sich nun schnell nach Großbritannien aufmachen, um die entsprechenden Nachweise für seine Titel einzuholen, hatte er auch gegenüber den PN erklärt. Ob er die Reise angetreten hat? Der Name ist zumindest aus dem Klingelschild zu seiner Wohnung entfernt. ti /jl



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