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Nach dreijähriger Tournee durch amerikanische Museen ist die älteste europäische Mumie ab 12. April wieder zu sehen

Die Mumie kehrt zurück

Detmold. Das vorspanische Peru hat eine spannende und reiche Kulturgeschichte. Kunstvoll bemalte Tongefäße und Figuren, wunderschöne Textilien und kultische Objekte präsentiert die Ausstellung „Leben und Tod im Alten Peru“ im Lippischen Landesmuseum Detmold ab 12. April.

veröffentlicht am 10.02.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 18:41 Uhr

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Im Mittelpunkt der Schau steht aber etwas ganz Besonderes. Es ist 6400 Jahre alt, klein und wirkt wie ein Kunstwerk. Zerbrechlich, als wäre es aus Ton oder Erde geformt. Es ist die älteste Mumie auf dem europäischen Kontinent. Die kleine Mumie aus der völkerkundlichen Abteilung des lippischen Landesmuseums war die Sensation der Ausstellung „Mummies of the World“ in den USA.

Die Kindermumie war vom 28. September 2013 bis 19. Januar 2014 im Maryland Science Center in Baltimore, Maryland, zu sehen. Zuvor war sie im Oregon Museum of Science and Industry in Portland, davor in Salt Lake City im Bundesstaat Utah. In Texas wurde sie im Witte Museum in San Antonio ausgestellt, ebenso im Museum of Science and Industry in Tampa, Florida. Anzuschauen war sie auch im Discovery Center in Charlotte in North Carolina, im Franklin Institute in Philadelphia im Bundesstaat Pennsylvania, im Milwaukee Public Museum in Wisconsin, im California Science Center in Los Angeles. In den drei Jahren sahen 1,5 Millionen Besucher in den USA die Mumie, die älter als Ötzi ist.

Ursprung der Schau in den USA war die Ausstellung „Mumien. Der Traum vom ewigen Leben“ des Reiss-Engelhorn Museums in Mannheim. Diese wurde im Jahr 2007 in Mannheim gezeigt, als Ergebnis der Forschungsarbeit des German Mummy Projects. Das German Mummy Project ist eines der größten und interessantesten Forschungsprojekte weltweit. Zusammen mit Experten aus unterschiedlichen Disziplinen und mithilfe modernster Methoden gelingt es den Forschern, den Mumien ihre Geheimnisse zu entlocken. Untersucht werden Mumienfunde unterschiedlicher Herkunft. Den Reiss-Engelhorn-Museen gelang es, ein internationales und interdisziplinäres Wissenschaftsteam für ihr Forschungsprojekt zu gewinnen.

Anthropologen, Anatomen, Mediziner, Chemiker, Physiker, Biologen, Genetiker und Spezialisten anderer Bereiche arbeiten Hand in Hand. Es waren Untersuchungen des German Mummy Projects, die eine genaue Datierung des Alters der Detmolder Kindermumie möglich machten. Mit modernster Computertomografie wurde diese auf die Zeit 4504 bis 4457 vor Christus datiert.

Alle Untersuchungen werden so objektschonend wie möglich durchgeführt und Probeentnahmen bleiben auf ein Minimum beschränkt.

Ab 12. April wird die Kindermumie im Detmolder Landesmuseum zu sehen sein. In der Ausstellung Leben und Tod im alten Peru im Landesmuseum. Die vielfarbigen religiösen und mythologischen Motive auf den Exponaten bieten einen tiefen Einblick in die Glaubensvorstellungen längst vergangener Völker wie die der Inka, Nasca oder Moche. Die meisten der ausgestellten Objekte dienten dazu, die Geister der Verstorbenen zu begleiten. Diese Ausstellung bietet Einblicke in die alten Kulturen. Sie wird im Rahmen der Kooperation mit der Köhler-Osbahr-Stiftung, dem Kultur- und Stadthistorischen Museum Duisburg und der Universität Bonn, Abteilung Altamerikanistik, gezeigt.

Die Ausstellung Leben und Tod im alten Peru ist vom 12. April bis 9. November im Lippischen Landesmuseum in Detmold, Ameide 4, zu sehen.



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