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„Firedancer“-Ensemble trotz dem Unwetter mit spektakulärer Performance im Schlosshof

Die mit den Flammen tanzen – in Pyro-mont

Bad Pyrmont. Am Anfang war das Feuer. Es zieht den Menschen magisch an, ist Segen und Fluch zugleich. Mit packenden Rhythmen und ausdrucksvollem Tanz bändigt die 20-köpfige Gruppe „Firedancer“aus Dreieich das Urelement am regenreichen Freitag in Bad Pyrmont. Als Gast unterstützt sie dabei der Ecuadorianer Leo Rojas mit seiner Panflöte, Deutschlands RTL-„Supertalent 2011“. Die ungewöhnliche Konzertshow begeistert die zahlreichen Besucher im gut beschirmten Schlosshof.

veröffentlicht am 30.07.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 22:21 Uhr

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Autor:

Gabriele Laube
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Thomas Heidenreich verkündet das Motto von „Firedancer in Concert“: „Zusammen mit Euch entfachen wir ein absolut fettes Feuer – die Reise beginnt im australischen Outback.“ Ein furioser Auftakt folgt: Zu den treibenden Beats der Musiker erobern die mutigen Tänzer mit brennenden Stäben die kleine Open-Air-Bühne, „Fire Up“. Durch schnelle Bewegungen und Jonglage entstehen faszinierende Figuren und leuchtende Spiralen. Drei Flammen züngeln auf dem hölzernen Didgeridoo, dem Christian Klix markante urzeitliche Töne entlockt. Nur Männer spielen dieses Instrument. Die Anstrengung und stete Vibration soll negative Auswirkungen auf die Gebärmutter haben.

Digeridoo, Panflöte und Trommeln passen wunderbar in das musikalische und tänzerische Konzept der Show: Verehrung der Natur und Hingabe an das Element Feuer. Ein roter Luftballon fliegt ins Publikum, symbolisiert die Mutter Erde – und es folgt die Ermahnung: „Geht sorgsam mit ihr um!“

Bauchtänzerin Marscha ist von Flammen umgeben. Tony Clarks Gitarre sprüht Funken und die Tänzer fahren auch einfach mal mit einem Chopper auf die Bühne. Die Band spielt dazu gekonnt eigene Songs und eigenwillige Interpretationen bekannter Hits. Loderndes Feuer bringt die Gefahr ganz nah, „Burning down the House“. Dazu vibrieren Fässer unter harten Trommelschlägen. Es riecht nach Spiritus. Zu „Securities“ dürfen auch junge und ältere Fans auf das Podest und hautnah die atemberaubende Akrobatik sich drehender und windender Körper erleben.

Nur wenige Zentimeter trennen die Haut der Tänzer von den brennenden Stöcken, Poi-Schwungbällen oder Hula-Hoop-Reifen. Madeleine Perssons Gesang bezaubert. „Light my Fire“ besticht durch erotischen Partnertanz. „Der letzte Mohikaner“ wird durch Leo Rojas berührendes Panflötenspiel wiederbelebt, wunderschöne Feuerfächer entstehen. Die Herzen von Firedancer und den Zuschauern schlagen im Takt, denn das menschliche Instrumentarium aus Mitklatschen und Bewegung gehört zur Show.

Nicht alles gelingt perfekt, aber das stört nicht. Die junge Truppe sprüht vor Temperament und überzeugt durch ihre spektakuläre Performance. Auf ihrer Facebook-Seite taufen die Feuertänzer die beschauliche Kurstadt kurzerhand in „Pyro-mont“ um. Am 25. August sind sie wieder in der Nähe: am Hermannsdenkmal bei Detmold.

Fettes Feuer: Durch schnelle Drehungen und Armschwünge zeichnen die „Firedancer“ fesselnde Bilder ins Dunkel des Pyrmonter Schlosshofs. Foto: gla



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