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Die Masche mit dem angeblichen Gewinn

Bad Pyrmont (jl). Sein Name klang ähnlich wie der des vertrauenerweckenden Versicherungsvertreters aus der Fernsehwerbung. Und der vorgebliche „Richard Kaiser“, der abends bei Anna Z. (Name geändert) anrief, schien durchaus auf das Wohl der Pyrmonterin bedacht. „Er sagte, er sei von der ,Aktion Datenschutz’ “, erzählt die 87-Jährige. Was sie irritierte: „Der Anrufer wusste nicht nur meinen Namen und meine Adresse, sondern auch mein Geburtsdatum“, sagt die Rentnerin. „Da wurde mir schon etwas mulmig.“

veröffentlicht am 18.11.2010 um 15:17 Uhr
aktualisiert am 04.11.2016 um 23:41 Uhr

Telefonbetrug
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Bad Pyrmont (jl). Sein Name klang ähnlich wie der des vertrauenerweckenden Versicherungsvertreters aus der Fernsehwerbung. Und der vorgebliche „Richard Kaiser“, der abends bei Anna Z. (Name geändert) anrief, schien durchaus auf das Wohl der Pyrmonterin bedacht. „Er sagte, er sei von der ,Aktion Datenschutz’ “, erzählt die 87-Jährige. Was sie irritierte: „Der Anrufer wusste nicht nur meinen Namen und meine Adresse, sondern auch mein Geburtsdatum“, sagt die Rentnerin. „Da wurde mir schon etwas mulmig.“
Als der Unbekannte ihr jedoch in Aussicht stellte, er werde dafür sorgen, dass sie zumindest einen Teil ihres in den letzten fünf Jahren bei Glücksspielen eingesetzten Einsatzes wiederbekomme, wurde sie misstrauisch. „Ich habe doch seit Jahren bei keinem Preisausschreiben mitgemacht“, sagt Anna Z.. Deshalb konnte der Anrufer sie nicht leimen. Auch nicht mit der Aussicht, dass der Staat ihr demnächst immerhin 525 Euro ihrer angeblichen Spieleinsätze zurückzahlen werden – vorausgesetzt, sie zahle vorher per Nachnahme 79 Euro.
„Da habe ich ihm gesagt, dass er das gleich vergessen kann“, erinnert sich die 87-Jährige. „Ich bin doch nicht bescheuert.“ ffentlich machen will die Seniorin ihr Erlebnis, um andere, vielleicht gutgläubigere Menschen vor Schaden zu bewahren. „Ich sehe eine große Gefahr, dass Leute dieser Bauernfängerei auf den Leim gehen.“
Wie sehr ihre Vermutung zutrifft, bestätigt Klaus Titze. „Das ist eine gängige Masche: Den Leuten wird eine Gewinnausschüttung versprochen, für die sie aber in Vorleistung treten sollen“, sagt Bad Pyrmonts Vize-Polizeichef. Das Perfide an der Betrugsmethode, der nicht nur ältere Leute auf den Leim gehen.



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