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Stadtverwaltung und Politik würden brennend gerne wissen, was mit dem Liboriushaus geschieht

Die Katze steckt noch im Sack

Bad Pyrmont. Es ist schon gut fünf Monate her, dass das Liboriushaus samt Appartementhaus an der Hermannstraße/ Ecke Lägerstraße den Eigentümer gewechselt hat. Doch getan hat sich nichts. Niemand weiß, was mit den 3731 Quadratmetern Geschossfläche geschehen soll – möglicherweise noch nicht einmal die Käufer selber.

veröffentlicht am 03.12.2014 um 16:38 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 15:41 Uhr

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Autor:

Hans-Ulrich kilian
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„Dazu möchte ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts sagen“, beantwortete einer der neuen Eigentümer, der Architekt Sarhis Kocademirci aus Hildesheim, am Mittwoch eine entsprechende Anfrage dieser Zeitung. Gemeinsam mit dem Hildesheimer Geschäftsmann Werner Bernhard Wilms hat er das Gebäude im Zuge einer Auktion für 356 000 Euro ersteigert. Die früheren Eigentümer, der Verein katholischer deutscher Lehrerinnen, hatte das Mindestgebot für das fast 30 Jahre leerstehende Gebäude auf 135000 Euro gesetzt.

Auch bei der Stadt Bad Pyrmont interessiert man sich brennend dafür, was die neuen Eigentümer planen. „Bislang ist uns noch keine konkrete Nutzung benannt worden“, so Hans-Joachim Böhnke vom städtischen Baudezernat. Doch auch ohne einen Antrag der Investoren hat die Stadt jetzt eine Bauleitplanung auf den Weg gebracht, die dafür sorgen soll, welchen verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten der Gebäudekomplex künftig unterliegt. Dabei hatten sich schon die katholischen Lehrerinnen darüber beklagt, dass die städtischen Restriktionen einen Verkauf über Jahrzehnte verhindert hätten. Der Stadt wäre jetzt natürlich an einem Hotel oder einer Kurklinik gelegen, also Einrichtungen, die den Kurort voranbringen. „Ich bezweifele das, aber ich kann das natürlich auch nicht ausschließen“, so Böhnke. „Vielleicht geht es ja auch um hochwertiges Wohnen.“ Auf jeden Fall will die Verwaltung, so sieht es die Bauleitplanung vor, in dem Quartier östlich der Lägerstraße den Wohn- und Erholungscharakter erhalten und weitere Pflegeeinrichtungen und Heime ausschließen.

„Die Eigentümer sollen endlich die Katze aus dem Sack lassen und sagen, was sie mit dem Haus vorhaben“, fordert jetzt im Bauausschuss Rudi Leinhart (CDU), der das Areal als sensibles Gebiet bezeichnete. „Darüber müssen wir uns Gedanken machen, das ist eine wichtige Aufgabe für den Ausschuss und die Verwaltung“, sagte er.

Wahrscheinlich können Kocademirci und Wilms zum jetzigen Zeitpunkt kein Nutzungskonzept vorlegen. Sie sollen es zwischenzeitlich sogar wieder zum Verkauf angeboten haben.



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