weather-image
13°

Verschmutzte Innenstadt: CDU fordert Geld für Bekämpfung der cleveren Vögel

Die Invasion der Krähen

Bad Pyrmont. Beim politischen Aschermittwoch hat Ursula Körtner schon einmal von Bad Pyrmont als „Krähenstadt“ gesprochen und die Verschmutzung der Innenstadt durch den Kot der Vögel beklagt. Jetzt hat die stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende einen Antrag vorgelegt, mit dem die Stadtverwaltung aufgefordert werden soll, sich um das Problem zu kümmern.

veröffentlicht am 15.12.2014 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 13:21 Uhr

270_008_7635160_pn144_1612.jpg

Autor:

Hans-Ulrich Kilian
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

„Viele Bürger Bad Pyrmonts und viele Gäste können nicht nachvollziehen, dass dieser Zustand bisher so hingenommen wird“, kritisiert sie und fordert, dass die Verwaltung unverzüglich klären soll, mit welchen Maßnahmen in anderen Städten gegen Krähenschwärme vorgegangen wird. Dabei soll die Stadt den Rat von Jägern, Vogelkundlern oder Falknern einholen. Und damit die Maßnahmen auch bezahlt werden können, soll Geld im Haushalt 2015, den der Rat an diesem Donnerstag beschließt, zur Verfügung gestellt werden.

„Die Krähen werden seit einigen Jahren von den Pyrmonter Jägern regelmäßig bejagt, aber so viele kann man gar nicht schießen wie nachschlüpfen“, so Stadtsprecher Wolfgang Siefert, der sich dabei auf Aussagen aus der Jägerschaft beruft. Der Hegering Bad Pyrmont hatte die Stadt in den vergangenen Jahren mehrfach in dem Versuch unterstützt, die Tiere aus dem Zentrum zu vertreiben. „Aber auch wir können uns nur im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten bewegen“, sagt Hegeringleiter Dieter Lippert. Abschuss-Aktionen innerhalb der Stadt seien ohnehin verboten. Und außerhalb der bereits begonnenen Schonzeit für die Vögel sei auch das freie Gelände tabu. Zwischen 100 und 200 Krähen werden laut Lippert jedes Jahr geschossen, im vergangenen Jahr waren es exakt 158.

Die Vögel, die zur Nachtruhe in die Bäume in der Brunnenstraße, in der Hauptallee und auf dem Altenauplatz einfallen, hinterlassen viel Dreck, immerhin kann ein Schwarm, so schätzt Lippert, bis zu 800 Tiere zählen. „Der Kot findet sich dann nicht nur auf dem Pflaster, sondern auch auf den Bänken und Baumscheiben“, ärgert sich Helmut Fahle von der Werbegemeinschaft. „Das Problem ist doch schon lange bekannt, doch Abwarten ist auch keine Lösung“, wirft er der Stadtverwaltung bisherige Untätigkeit vor.

„Die Bejagung ist zwar korrekt und richtig, aber damit alleine werden wir das Problem nicht in den Griff bekommen“, betont Lippert, zumal die Krähen ziemlich pfiffig und schlau seien. „Krähen sind Kulturfolger, die dem Menschen in seine Kulturlandschaft folgen, weil sie hier genügend Futter und Schutz vor natürlichen Feinden finden.“ Ein Patentrezept hat auch der Hegeringleiter nicht. Ein Falkner könnte sie mit seinen Greifvögel beunruhigen und ihnen ihre Schlafplätze vergrämen. Oder sie könnten mit Greifvögelrufen vom Band vertrieben werden, meint er. Das alles sei allerdings ziemlich aufwendig.

Wie auch immer: „Wenn hier nicht eingegriffen wird, ist zu erwarten, dass die Krähen in jedem Jahr mehr werden“, befürchtet Ursula Körtner.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt