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Hilfsgemeinschaft wird 50 Jahre alt / Nachwuchsprobleme: Nur noch 34 Mitglieder / Paketlieferungen nach Rumänien

Die Helfer in der Stille: Bad Pyrmonts Johanniter

Bad Pyrmont (Hei). Ihr Dienst am Nächsten ist unspektakulär und geschieht meist in der Stille: Die Johanniter-Hilfsgemeinschaft Bad Pyrmont feiert in diesen Tagen ihr 50-jähriges Bestehen. Als eine der ersten Hilfsgemeinschaften, die neben der Unfallhilfe und der Schwesternschaft die Schwerpunkte des Ordens bilden, wurde die örtliche JHG 1959 aus der Taufe gehoben.

veröffentlicht am 19.10.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 11:41 Uhr

Über die Kuschelecke im Haus Pyrmont, gestiftet von den Johannit
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Zum ersten Vorsitzenden wurde bei der Gründungsversammlung in ,,Richters Pension“ Karl Adolf von Bodecker gewählt, der Vater des heutigen Leiters Hans Georg von Bodecker. Spätere Vorsitzende waren Günter von Luckwald (1980-86), Stadtkämmerer Jürgen von Beyme (1986-90) und Konstantin von Kleist-Retzow (1990-95). Seit 1995 ist Hans Georg von Bodecker Vorsitzender.

Wie viele andere Organisationen und Vereine, hat auch die JHG Nachwuchssorgen, die meisten der heute 34 Mitglieder sind Senioren, das Spendenaufkommen übersteigt inzwischen die Beiträge. ,,Seit dem Wegzug des Amtsgerichtes nach Hameln bekommen wir leider auch keine Bußgelder mehr“, bedauert von Bodecker, der gemeinsam mit seinem Stellvertreter Hans-Gerd Cox, Schatzmeisterin Gerda Cox und Beisitzerin Gerda Resemann eine gehörige Portion Idealismus aufbringt, um der selbstgewählten Verpflichtung, dem Dienst am Nächsten, nachzukommen.

Doch trotz aller Probleme engagieren sich die Johanniter nach wie vor in verschiedenen Bereichen. ,,Bis zum Mauerfall haben wir bis zu 200 Pakete jährlich in die DDR verschickt. Nach der Wende brachen die Kontakte leider ab, aber sieben Adressen hilfsbedürftiger Menschen in Ostdeutschland haben wir noch. Die unterstützen wir jetzt regelmäßig mit einem Geldbetrag“, berichtet der Vorsitzende.

Aber auch Pakete werden noch verschickt, und zwar an Deutsche in Rumänien. So wurden in diesem Jahr bereits in Zusammenarbeit mit dem Sozialwerk der Siebenbürger Sachsen 30 Pakete ausgeteilt, wobei die Zutaten vor Ort gekauft und verpackt werden, um Kosten zu sparen und den Handel zu unterstützen.

Ein Pyrmonter Schwerpunkt ist die finanzielle Zuwendung für hilfsbedürftige Bürger und der Beistand für ältere Menschen, zum Beispiel Begleitung bei Behördengängen und andere Hilfen im Alltag. Seit einigen Jahren wird auch das Haus Pyrmont, die Einrichtung für geistig behinderte Erwachsene, regelmäßig bei therapeutischen Anschaffungen, Spielgeräten und in der Theatergruppe gefördert.

Neuestes Projekt ist eine ,,Kuschelecke“ für die Bewohner.



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