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Gospelchor beeindruckt mit Kirchenkonzert

Die „gute Nachricht“ ist angekommen

Bad Pyrmont. Musikalität, Gefühl und Rhythmus - das waren die Zutaten, aus denen das Gospelkonzert des Chores „Voice of Pray“ der St. Johanneskirche gemacht war. Unter der Leitung von Hannelore von der Heide, begleitet von Michael Mattes am Klavier und an der Trommel, boten die 13 Sängerinnen und drei Sänger ein in sich stimmiges und anspruchsvolles Programm mit solistischen Akzenten, das nicht nur die ursprüngliche religiöse Liedform der schwarzen Nordamerikaner wiedergab, sondern auch andere sakrale Einflüsse zuließ, wobei aber immer die Stilmerkmale und Ausdrucksform der Gospels berücksichtigt wurden.

veröffentlicht am 13.07.2015 um 16:17 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 01:41 Uhr

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Autor:

Karin Heininger
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So war zum Beispiel ein besonders bewegendes Lied ein Song aus dem Film „Schindlers Liste“ , vorgetragen von Lea Albrecht, begleitet von Michael Mattes am Klavier. „Jerushalaim“, ein hebräisches Lied, das die ewige Sehnsucht nach der heiligen Stadt Jerusalem wiedergibt, in der schlichten Melodik von den beiden Interpreten sehr überzeugend nachempfunden.

Doch nicht nur Melancholie oder innige Nachdenklichkeit wie in dem von Michael Mattes komponierten „Prayer“ prägten das Konzert. Überwiegend waren es Lebensfreude und christliche Zuversicht, wie sie typisch sind für die afroamerikanischen Kirchenlieder. „O happy day“, „He loves me“ oder „Sing a new song“: Da erklangen nicht nur die Stimmen des Chores kraftvoll jubelnd, auch körperlich sprang der ansteckende Rhythmus der Melodien auf die Sängerinnen und Sänger über.

Weitere solistische Beiträge lieferten Lea Albrecht mit einem Song aus Afrika und Tanja Hundertmark, die den bekannten Gospel „Sometimes I feel like a motherless child“ mit Intensität und stimmlich gekonnt interpretierte. Mitreißende Dynamik verbreitete Stefan von der Heide mit seiner E-Gitarre, deren Klang den Kirchenraum prall und eindrucksvoll füllte.

Chorleiterin Hannelore von der Heide trug durch Zwischentexte zum Verständnis der Lieder bei. Nachdem das Konzert mit einem irischen Segen beendet war, sang der Chor als Zugabe „We are marching“ und marschierte tatsächlich aus der Kirche, um die Besucher vor der Tür singend zu verabschieden. Es war ein schönes authentisches Konzert, das auch der Bedeutung des Begriffs Gospel gerecht wurde: Der Name kommt nämlich vom englischen good spell, was „gute Nachricht“ bedeutet.



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