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Demografischer Wandel ist in der Ortsfeuerwehr Kleinenberg noch kein Thema

Die Feuerwehr der „Jungen“

Kleinenberg. Bei der Kleinenberger Ortsfeuerwehr ist Dieter Keuneke Moderator, Motivator, Entertainer und zu all dem auch Ortsbrandmeister. Wie sehr er die Wehr damit prägt, zeigte sich auf der Jahreshauptversammlung.

veröffentlicht am 11.02.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 18:21 Uhr

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Im vollen Feuerwehrhaus wimmelte es von Blauröcken, und allen merkte man den Stolz auf die gute Kameradschaft und das Geleistete förmlich an. Als Indiz für die intensive Verankerung in dem kleinen Ortsteil mit gerade einmal 160 Einwohnern kann man die personelle Stärke der Wehr sehen. Da ist es kein Wunder, dass sich die Truppe aus 24 Aktiven, davon sieben weiblichen, elf Mitgliedern der Ehrenabteilung, zehn Jugendfeuerwehrmitgliedern und 22 Förderern trotz einiger Abgänge im Bestand halten und sogar noch verjüngen konnte.

Den niedrigen Altersdurchschnitt von 32,3 Jahren (Männer 31,1, Frauen 35,7 Jahre) kommentierte Keuneke scherzhaft mit den Worten „Wir sind die Feuerwehr der jungen Männer und älteren Frauen, und der demografische Wandel ist in der Ortsfeuerwehr Kleinenberg noch kein Thema.“ Über vier eigentlich normale Einsätze wie unter anderem einen Entstehungsbrand in einem Kornsilo oder einem brennenden Stromverteilerkasten konnte Dieter Keuneke berichten, besonderen Raum aber nahm mit großem Abstand der Einsatz beim Jahrhunderthochwasser an der Elbe ein. Was da an spontaner Einsatzbereitschaft kurzfristig, nachts und trotzdem hochgradig koordiniert, vorausschauend und effizient geleistet wurde, verdiene größte Hochachtung, so Keuneke.

Ein erster Einsatz zum Befüllen von Sandsäcken war gerade abgewickelt, als die Kleinenberger erneut gefordert waren. Diesmal ging es unter der Leitung der Zugführer Gödeke, Sommer und Vogt direkt an den Deich bei Lauenburg. Solche Einsätze funktionieren nur bei adäquater Motivation, doch benötigt diese auch eine ebenso gute Ausbildung. Hier standen Themen wie Einsätze an Biogasanlagen, Herz-Lungen-Wiederbelebung oder der Umgang mit der Kettensäge auf dem Programm.

Weiterhin nahm die Ortsfeuerwehr an fünf Einsatzübungen mit unterschiedlichen Ausbildungszielen teil, hinzu kamen 161 Lehrgangsstunden. Mit 848 Einsatzstunden, 1136 Dienststunden und 134 weiteren Stunden für diverse Zwecke erreichte die Wehr insgesamt 2279 Stunden geleistetes ehrenamtliches Engagement. Da versteht es sich fast von selbst, dass auch eine „Objektkunde“ in der Detmolder Brauerei dazugehörte sowie verschiedene Feiern, „bei denen wir auch gleich die Vorherrschaft zum Thema ‚Stimmung machen‘ übernahmen“.

Die Beförderungen übernahm, letztmalig in dieser Funktion, der stellvertretende Stadtbrandmeister Klaus Vogt. Sascha Rabsch erhielt die Urkunde für die Beförderung zum Hauptfeuerwehrmann, Jena Eich wurde Löschmeister und Daniel von der Heide Erster Hauptlöschmeister. Ebenfalls eine Ehrenurkunde gab es für Joelyn Lönnecker für 10 Jahre Mitgliedschaft. ar



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