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Ulrich Michael Heissig als Knefs erfundene Zwillingsschwester im Kurtheater

Die ewige Zweite hinter Hilde

Bad Pyrmont. „Was für eine Leistung für eine über 80-jährige Frau, das kann man nur bewundern“, meinte ein Zu-schauer in der ersten Reihe des Kurtheaters. Vielleicht hat ihn an diesem Abend noch jemand aufgeklärt, was es wirklich mit der Kreuzberger Pflanze „Irmgard Knef“ auf sich hatte.

veröffentlicht am 13.12.2009 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 04:41 Uhr

Ulrich Michael Heissig bei seinem Auftritt als Irmgard Knef.

Autor:

Dagmar Nickelsen
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Die Illusion ist dem Kabarettisten, Autor und Schauspieler Ulrich Michael Heissig jedenfalls gelungen. Ob er sich jedoch mit seinen, zugegeben, wirklich humorvollen, wortspielerisch und bildhaft überraschenden Liedtexten auf die bekanntesten Chansons der einstigen „Sünderin“ in die Herzen wahrer Knef-Fans singen kann, bleibt offen.

Man wünschte sich manchmal, da würde wirklich die Hilde auf der Bühne stehen und einem mit ihren oftmals melancholischen, aber irgendwie immer optimistischen Liedern und ihrer unnachahmlichen Stimme eine Gänsehaut machen.

Unnachahmlich? Nicht ganz. Denn den Bogen mit der Stimme, mit dem besonderen Timbre und den vernuschelten Endsilben der Knef hat Heissig sehr gut raus. Er hätte die Zwillingsschwester sein können..... Ist er aber nicht, und so manche Textstrecke, in der „Irmgard“ aus ihrem Leben in der Kreuzberger Subkultur als ewige „Zweite“ erzählte, geriet zu sehr ins Klamaukhafte.

„Hilde sang in Hollywood vor vollen Häusern, ich sang voll vor Häusern...“

Stimmlich wirklich gut war der Schauspieler und Sänger bei den Jazztiteln und so bekannten Ohrwürmern wie „Girl from Ipanema“ – immer mit eigenem Text.

Aber das war wieder Geschmacksache, und wenn man den doch beachtlichen Applaus der nicht sehr zahlreichen Zuschauer nimmt, hatten alle einen vergnüglichen Abend.



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