weather-image
13°

Die Ortsbürgermeister und ihre Ziele für die neue Wahlperiode / Heute: Andreas Müller vom Hagen

Die Brauchtumspflege liegt ihm am Herzen

Hagen. Wenn er etwas macht, dann macht er es richtig. Und zu allem Möglichen hatte er und hat er eine Meinung. Dass er sie immer äußert, auch wenn es nicht immer bequem ist, brachte ihm 2001 von seinen Mitbewohnern auf dem Hagen die Forderung ein „Dann mach’s doch besser!“ Und Andreas Müller krempelte die Ärmel hoch und ging an die Arbeit. Inzwischen befindet er sich in seiner dritten Amtszeit, und es gibt eigentlich nichts, wofür der umtriebige Ortsbürgermeister, der der CDU angehört, sich in dem 1500-Einwohner-Ort nicht interessiert und was er nicht anpackt.

veröffentlicht am 27.01.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 04.11.2016 um 05:41 Uhr

270_008_5178263_pn105_2701.jpg

Autor:

Rudi Rudolph
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Dass Engagement aber nicht immer zum gewünschten Ziel führt, weiß er. Und so nimmt er beispielsweise das Scheitern des Baues der Turmhalle eben als Schicksal hin. Andere Projekte hat er dagegen erfolgreich zu Ende geführt, was ihm immer wieder die Anerkennung seiner Mitstreiter, aber auch den Respekt der politischen Konkurrenz einbrachte.

Viel liegt dem Vater von zwei erwachsenen Kindern an der Brauchtumspflege, die in Aktionen wie der jährlichen Grenzbeziehung oder dem Aufstellen eines Maibaumes mündet. Doch bei der Restauration des Zifferblattes an der historischen Schuluhr legte er selbst mit Hand an, während er seinen Bruder für die Erledigung der Goldarbeiten daran gewann. „An allen Straßenrändern haben wir Obstbäume gepflanzt, und gleichzeitig wurden die Wirtschaftswege den immer größer werdenden landwirtschaftlichen Geräten angepasst.“ Auch über die Flutlichtanlage für den Sportplatz freut er sich „trotz aller Kritik.“

Die Grundschule liege ihm ganz besonders am Herzen, beteuert er, weiß aber auch, dass man für deren Erhalt kämpfen muss. „Mit Christine Cassel wurde glücklicherweise eine genau passende Schulleiterin gewonnen, und für die Schüler, die außerhalb des Hagen ihrer Schulpflicht nachgehen, gibt es sogar eine Busverbindung über die Landesgrenze nach Blomberg“, freut sich Müller, für den die Schule ein Zukunftsprojekt sei, an dem weiter gearbeitet werden müsse.

„Seit 30 Jahren bin ich Metaller“, sagt der gelernte Schmied. „Da habe ich kämpfen gelernt.“ Und so sind ihm ein neues Dach auf dem Feuerwehrgerätehaus und ein neues Fahrzeug für die Feuerwehr ganz wichtige Anliegen. „Ich finde es gut, dass wir viele engagierte Bürger haben, die sich kostenlos in die Dorfgemeinschaft einbringen“, sagt er, merkt aber kritisch an, „dass viele nicht am Dorfleben teilnehmen, doch hinterher meckern, es sei nichts los“.

Dabei gebe es überaus aktive Vereine, in denen Müller auch Mitglied ist, beispielsweise seit 45 Jahren im Musikzug, dessen Vorsitz er seit 22 Jahren innehat. Ebenso unterstützt er mit seiner Mitgliedschaft die Freiwillige Feuerwehr, den Schützenverein, den Förderverein und auch Germania Hagen. Nunmehr schon im zweiten Jahr können Vereine über ihn den verwaisten „Hagener Hof“ mieten und den Saal für ihre Veranstaltungen nutzen. „Aber die Energiekosten sind explodiert, und es ist fraglich, wie lange die Duldung seitens des derzeitigen Eigners noch anhält“, gibt er zu bedenken. Handlungsbedarf sieht der 58-Jährige Kommunalpolitiker, der als Freiberufler beispielsweise junge Gefangene in Schweißtechnik ausbildet, in der Zuwanderung von Neubürgern. „Man könnte noch ein Baugebiet ausweisen, und Baulücken im Ort gibt es auch“, überlegt er. Doch zunächst gelte es, Bestehendes zu erhalten. „Und da stört mich der lange Atem der Verwaltung. Die sei unflexibel und schwerfällig, wenn es etwas zu klären gebe, kritisiert er. „Das haben wir früher alles auf ‚kurzem Wege‘ erledigt.“



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt