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Falsches Gerücht um Brunnenstraße

Die Arbeiten ziehen sich

BAD PYRMONT. Ein beunruhigendes Gerücht machte Anfang der Woche unter Anliegern der Brunnenstraße die Runde: Die Arbeiten am Pflaster der Fußgängerzone, so hieß es, würden noch bis Ende des Jahres andauern. Da ist zwar nichts dran, dennoch gibt es noch einiges zu tun in Bad Pyrmonts guter Stube.

veröffentlicht am 11.10.2017 um 13:38 Uhr
aktualisiert am 11.10.2017 um 15:00 Uhr

Die Arbeiten in Höhe der Altenaustraße sollen in dieser Woche erledigt werden, die Absperrung wird aber noch eine weitere Woche dort bestehen bleiben. Foto: uk
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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Ein beunruhigendes Gerücht machte Anfang der Woche unter Anliegern der Brunnenstraße die Runde: Die Arbeiten am Pflaster der Fußgängerzone, so hieß es, würden noch bis Ende des Jahres andauern und dafür müsse auch die Oberfläche im mittleren Bereich aufgerissen werden. „Da ist nichts dran, das sind Fakenews“, gab Stadtsprecher Wolfgang Siefert, dem dieses Gerücht auch persönlich zu Ohren gekommen war, am Mittwoch Entwarnung. Trotzdem muss in der Brunnenstraße und im Postweg noch eine Weile mit der Anwesenheit von Bauarbeitern und Absperrungen gerechnet werden.

Mit dem Gerücht über die anhaltenden Bauarbeiten in der Fußgängerzone hatte sich ganz offenbar jemand einen Scherz erlaubt, der alles andere als gut war, denn die Arbeiten in der Fußgängerzone haben sich schon über das ganze Jahr hingezogen und die Nerven der Anlieger strapaziert. „Wir konnten das am Dienstag schnell im Gespräch mit einigen Betroffenen klären“, berichtete Siefert.

Das Gerücht war offenbar auf fruchtbare Boden gefallen, denn die gegenwärtig noch eingerichtete Baustelle in Höhe der Altenaustraße sollte eigentlich vergangenen Freitag abgeschlossen werden. So hatte Siefert auf Anfrage vergangene Woche berichtet. „Das schlechte Wetter hat der Baufirma einen Strich durch die Rechnung gemacht“, begründete Friedrich Hennecke von der städtischen Bauverwaltung am Mittwoch, warum der Zeitplan dann doch nicht eingehalten habe werden könne.

Mit der eigentlichen Sanierung der Fußgängerzone, bei der es um die Entwässerungsproblematik ging, haben diese Arbeiten aber nichts zu tun, die ist schon vor einigen Wochen fristgemäß von der Baufirma abgeschlossen worden. „Hier im Bereich der Rampe haben wir immer wieder Unebenheiten gehabt und uns entschlossen, bei dieser Gelegenheit etwas dagegen zu tun“, so der städtische Mitarbeiter. Darum wird der Untergrund mit einer Geomatte aus stabilem Kunststoff verstärkt, neu gepflastert und abschließend mit einem natürlichen Material verfugt. Bis Ende dieser Woche werde das erledigt sein, so Hennecke. Die Stadtwerke hatten die Arbeiten genutzt, um hier vorsorglich zwei Schieber und Hydranten zu erneuern.

Doch auch kommende Woche werde dieser Bereich noch abgesperrt bleiben, denn so lange dauere es, bis das Fugenmaterial ausgehärtet sei. Es werde aber sichergestellt, dass links und rechts ausreichend Platz für Rollatoren und Kinderwagen sei, so Hennecke. Nur Fahrzeuge können die Stelle eben eine Woche lang noch nicht passieren. Das Fugenmaterial sieht auf den ersten Blick aus wie Sand, ist auch wasserdurchlässig, hält aber der Kehrmaschine stand, die die Stadt täglich durch die Fußgängerzone schickt. Damit soll gewährleistet werden, dass das kleinteilige Pflaster sich nicht lockert. Die Stadt Hameln hat mit diesem Thema in ihrer Fußgängerzone leidvolle Erfahrungen gemacht. In der Pyrmonter Fußgängerzone werden in nächster Zeit noch einige kleinere Pflasterflächen auf diese Weise verfugt.

Zu den noch ausstehenden Arbeiten gehört auch die Erneuerung der Entwässerungsrinne, die zwischen Brunnenstraße und Rathausstraße liegt und abgesackt ist. Tief in den Untergrund muss die Stadt auch im Postweg, wo Hennecke Absenkungen festgestellt hat. „Wir kennen den Grund nicht, aber das müssen wir unbedingt klären“, kündigte er an. Die Baufirma soll sich unmittelbar nach Abschluss der Arbeiten an der Rampe in der Brunnenstraße darum kümmern.

Aber irgendwann wird endlich auch der letzte Arbeiter abgezogen, die letzte Absperrung abgebaut sein. Doch sie werden garantiert zurückkommen. Spätestens dann, wenn die Stadtwerke auf der Nordseite der Brunnenstraße die Gas- und Wasseranschlüsse erneuern müssen. Auf der Südseite ist das bereits im Zuge der jüngsten Arbeiten erledigt worden. Das aber, ließ das Unternehmen wissen, werde nach jetzigem Planungsstand nicht in den nächsten drei Jahren geschehen, aber spätestens in 15 Jahren.

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