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Dorfgemeinschafthaus fehlt Lüftungsanlage

Dicke Luft im Hagener Hof

HAGEN. Auf dem Hagen gibt es dicke Luft. Nicht immer, aber immer dann, wenn im früheren Hotel „Hagener Hof“, das seit 2013 von der IG Hagen als Dorfgemeinschaftshaus betrieben wird, eine größere Veranstaltung stattfindet. Denn in dem Gebäude gibt es keine Be- und Entlüftungsanlage.

veröffentlicht am 11.12.2018 um 19:34 Uhr

Im Hagener Hof ist eigentlich immer was los, wie hier beispielsweise beim Karneval im Februar 2017. An der Decke sind deutlich vier Roste der früheren Lüftungsanlage zu sehen, die schon damals funktionslos waren. Foto: rr
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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Bis zu 150 Personen finden im Veranstaltungsraum Platz, und das macht sich nach einer Weile an der Luftqualität bemerkbar, denn dem Gebäude fehlt eine Lüftungsanlage. Ob der Rat das dafür benötigte Geld bereit stellt, entscheidet sich an diesem Donnerstag.

„Wir können den Raum nur noch sehr eingeschränkt nutzen“, berichtet Hagens Ortsbürgermeister Andreas Müller (CDU). „Wenn nichts passiert, dann ist ein Betrieb gar nicht mehr möglich.“ Bis zum Umbau des gut 40 Jahre alten Gebäudes gab es eine Lüftungsanlage, die auch zum Heizen genutzt wurde. Doch die sei abgängig gewesen, und die Stadt habe entschieden, sie im Zuge der Deckensanierung auszubauen, so Müller. „Jetzt haben wir eine gut gedämmte Decke aber eben auch dicke Luft, denn die Fenster dürfen bei Feiern aus Rücksicht auf die Nachbarn und Lärmschutzgründen nicht mehr geöffnet werden, denn es hat zunehmend Beschwerden gegeben.“ Das treffe vor allem auch auf die Vermietung des Raumes für private Feiern zu, was bisher sehr gut angenommen werde. „Eine Feier im großen Stil ist schwierig.“

Als das klar war, ließ das Baudezernat der Stadt die Kosten für den Einbau einer Be- und Entlüftungsanlage ermitteln und meldete 50 000 Euro für den Haushalt des Jahres 2019 an. Doch im Etatentwurf von Kämmerer Eberhard Weber tauchte diesen Posten nicht auf.

Seit 2013 wurde der frühere Hagener Hof nach und nach zum Dorfgemeinschaftshaus umgebaut. Foto: Archiv/ti
  • Seit 2013 wurde der frühere Hagener Hof nach und nach zum Dorfgemeinschaftshaus umgebaut. Foto: Archiv/ti

Es ist nun die Entscheidung der Ratspolitiker, wie sie damit umgehen. Im Ortsrat Hagen war man sich fraktionsübergreifend einig, das Geld zur Verfügung zu stellen. Doch auf Stadtratsebene sah das Bild zunächst etwas anders aus. Die CDU-Fraktion hatte einen Ansatz von 40000 Euro für 2019 beantragt, weil laut Müller Förderverein und Interessengemeinschaft zu einer Eigenleistung im Gegenwert von 10000 Euro bereit sind. Die Gruppe 17 aus SPD, Wir für Pyrmont, Grünen, FDP und Linken hingegen wollte zunächst kein Geld freigeben, dies gegebenenfalls erst für 2020 berücksichtigt wissen. Zunächst sollte die Verwaltung klären, wie häufig die Einrichtung genutzt werde, welche anderen Optionen es für die Belüftung gebe und ob man Sponsoren gewinnen könne. Die Verwaltung hat daraufhin als Kompromiss die Auszahlung von 50 000 Euro für 2019 vorgeschlagen – sobald die Hagener selber tatsächlich 10 000 Euro beigesteuert haben und die Fragen der Gruppe geklärt sind.

Ortsbürgermeister Müller setzt derweil seine Hoffnung auf die Hagener Mitglieder in der Gruppe 17, die das Thema heute noch einmal abschließend beraten wolle.



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