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Familienmesse stößt auf reges Interesse

Der Weg zu den Kindern führt nur über die Eltern

Bad Pyrmont (cbu). Bad Pyrmonts erste Familienmesse ist auf reges Interesse gestoßen. Bürgermeisterin Elke Christina Roeder zeigte sich mit dem Verlauf sehr zufrieden. Die Messe solle auf jeden Fall wiederholt werden, so Roeder. Rund 20 Vereine und Institutionen haben ihre Angebote für Familien mit Kleinkindern in der Mensa des Schulzentrums vorgestellt.

veröffentlicht am 15.03.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 14:21 Uhr

Katharina Rundfeldt von der Musikschule (li.) zeigt Tim (4) und
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Nicht nur Neubürger füllten die Mensa des Ganztagszentrums. Viele Eltern wohnen schon seit Jahren in der Stadt und suchten Informationen für den Nachwuchs. „Wir sind vor zwei Jahren hergezogen. Ich fand es ganz spannend zu sehen, was es für Kinder unter sechs gibt“, erzählte Martina Lehzen. „Bisher habe ich mich nur über die Kindergärten informiert. Hier gibt es einige gute Informationen, zum Beispiel wie viele Kindergartenplätze es wirklich gibt. Auch das mit dem Eltern-Kind-Turnen werde ich mal angehen.“

„Meine Drillinge sind viereinhalb Jahre alt, einer interessiert sich für Fußball, einer für Musik. Ich wollte mal hören, was es hier so für Angebote gibt“, meinte Nicole De Nooijer. Auch Vater Matthias Haase will sich informieren: „Unser Sohn ist jetzt in Holzhausen im Kindergarten. Hier sehen wir, wie wir ihn fördern können und was vielleicht das Richtige für ihn ist.“

Das Interesse der Eltern zeigt, dass es einen großen Bedarf nach Informationen gibt. Eckhard Meier vom Kinder- und Jugendpsychologischen Dienst des Landkreises sieht sogar mehr als Bedarf. „Wir beobachten eine drastische Entwicklung und merken, dass gewisse Basisfähigkeiten bei Kindern einfach wegbrechen“, erklärt er. „Wir haben mit immer mehr Kindern zu tun, die nicht in der Lage sind, sich selbst die Schuhe zu binden, die keine Jahreszeiten oder Gefühle benennen können. Viele Eltern sind sich dieser Probleme gar nicht bewusst und in der Erziehung verunsichert. Eltern haben ein Recht auf kostenlose Beratung und Information, wenn es um diese Dinge geht“, meinte er.

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An Stellwänden informieren rund 20 Vereine und Institutionen aus Bad Pyrmont über ihre Angebote für Familien mit kleinen Kindern.

Gute Gelegenheit auch für Aussteller

Auch am Stand der Stadtbibliothek gegenüber kennt man diese Probleme. „Der Wortschatz der Kinder geht zurück“, so Leiterin Birgit Jaskolla. „Seitdem wir merken, dass Kinder weniger zu uns kommen, gehen wir zu den Kindern“, berichtete sie. Seitdem gebe es einen regelrechten Run auf die Bibliothek, „Zufällig haben wir unseren Schwerpunkt im letzten Jahr auf Eltern und Familien gelegt. Für alle Lebenslagen, die ein Kind in seiner Entwicklung so hat, gibt es auch ein Buch. Und die findet man bei uns“, freute sie sich über die gute Gelegenheit, die die Messe bot. Zumal es dort nicht nur Informationen für Eltern gebe, sondern auch für die Aussteller untereinander.

Auch Bürgermeisterin Elke Christina Roeder ist der Meinung: „Das ist eine Win-Win-Situation wie in der Wirtschaft. Hier können alle etwas voneinander lernen.“ Und der Pyrmonter Kinderarzt Prof. Dr. Wolf-Rainer Cario meinte: „Die Eltern müssen eigentlich mehr wissen. Wenn wir uns um die Kinder kümmern wollen, dann müssen wir die Eltern ansprechen“, erklärte er. Zur Entzückung der Zuschauer wurde die Messe zwischenzeitlich durch Vorstellungen der Line-Dance-Gruppe des MTV und der Ballettgruppe der Musikschule aufgelockert. Denn einige der gut 20 Aussteller, zu denen unter anderen die Kindertagesstätten, Kinderärzte, der Kinderschutzbund und die Sportvereine zählten, hatte auch für die Beschäftigung der Kinder gesorgt.

Während die Eltern sich informierten, bastelten sie zum Beispiel Instrumente, malten oder schmökerten in Kinderbüchern. „Die finden es richtig klasse hier“, freute sich Nicole De Nooijer.



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