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Gemeinnütziger Bauverein Bad Pyrmont setzt verstärkt auf Sanierungen / Personelle Veränderung im Aufsichtsrat

Der Trend geht zum seniorengerechten Wohnen

Bad Pyrmont (joa). Leerstehende Wohnungen gibt es in Pyrmont zuhauf. Dennoch scheint die Nachfrage nach Wohnraum derzeit wieder zuzunehmen. Das wenigstens teilte die Vorstandsvorsitzende des Gemeinnützigen Bauvereins Bad Pyrmont, Anja Säumenicht, jetzt in dessen Mitgliederversammlung mit.

veröffentlicht am 12.08.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 04.11.2016 um 11:41 Uhr

Anja Säumenicht in einer Wohnung in der Gartenstraße 39, die derzeit seniorengerecht umgebaut wird.
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Positiv spiegelt sich diese Entwicklung wenigstens in ihrem Jahresbericht für 2010 wider: Die Genossenschaft konnte im vergangenen Jahr eine Neuvermietungsquote von 13,4 Prozent verzeichnen. Das sind 7,18 Prozent mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig ist die Kündigungsquote im vergangenen Jahr auf 8,61 Prozent (18 Kündigungen) gesunken – gegenüber 11 Prozent im Jahr 2009. Im laufenden Jahr hat sich die Mieterfluktuation indes durch bereits 24 Kündigungen wieder erhöht.

Der gemeinnützige Bauverein Bad Pyrmont hatte 2010 384 Mitglieder und vermietet 209 Wohnungen mit einer Gesamtfläche von 13732 Quadratmetern. Die Miete beträgt im Durchschnitt 3,91 Euro pro Quadratmeter. Die Häuser des Bauvereins stehen in Holzhausen und Oesdorf. Mieter müssen Vereinsmitglieder sein oder werden und zwei Genossenschaftsanteile in Höhe von zusammen 620 Euro übernehmen.

Bei der Mitgliederversammlung sprachen sich die Anwesenden jetzt einstimmig dafür aus, trotz des in diesem Jahr schmalen Bilanzgewinns von 9592,52 Euro bei einer soliden Rücklage von 2,36 Millionen Euro die übliche Dividende auszuzahlen.

Wie bereits im Vorjahr, hat der Bauverein auch 2011 ein Hauptaugenmerk auf Wohnungssanierungen und die Anpassung an heutige Wohnstandards und Mieterbedürfnisse gelegt. So investierte die Genossenschaft im Geschäftsjahr 2010 knapp 300 000 Euro in die Instandhaltung ihrer Objekte. Fast 700 000 Euro wurde in Verbesserungen des Wohnungsbestandes wie Wärmedämmung, Erneuerung von Heizungsanlagen und Anbauten von Balkonen investiert. Auch die Wohnungszuschnitte werden seit geraumer Zeit verändert. Anja Säumenicht: „Viele Wohnungen waren nicht mehr vermietbar.“ Wie die Vorstandsvorsitzende weiter berichtet, wurden daher ehemalige Drei-Zimmer-Wohnungen durch Zusammenlegungen erweitert, Dachgeschoss-Apartments dem heutigen Standard angepasst. Mit Blick auf die Bad Pyrmonter Altersstruktur und die allgemeine demografische Entwicklung legt der Bauverein derzeit auch Wert auf Umbauten in Richtung altersgerechten Wohnens. So wurden beispielsweise Wohnungen mit Außenboxen vor den Häusern ausgerüstet, in denen die Mieter ihre Rollatoren oder Fahrstühle unterbringen können. Insgesamt sind für das laufende Jahr rund 260 000 Euro für Sanierungen eingeplant.

Einer personellen Veränderung im Aufsichtsrat gab die Mitgliederversammlung ihre Zustimmung: Statt bisher mit fünf wird das Aufsichtsgremium des Bauvereins künftig mit sechs jeweils auf drei Jahre gewählten Mitgliedern besetzt sein. So gehören dem Aufsichtsrat weiter Rosel Pohlmann und Hans-Jürgen Bartling an. Nach Ablauf ihrer Wahlzeit wurden Hans-Joachim Ahlswede, Andreas Jungnik und Klaus-Henning Demuth als Vorsitzender von der Versammlung einstimmig im Amt bestätigt. Neu hinzugewählt wurde als Aufsichtsratsvertreter für die Stadt, die derzeit 78 Genossenschaftsanteile hält, Stadtkämmerer Eberhard Weber.



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