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Pyrmonter Polizei gibt Senioren Tipps, was sie im Alltag für ihre Sicherheit tun können

Der Ruf „Feuer“ ist besser als „Hilfe“

Bad Pyrmont. Falls irgendjemand auf der Straße plötzlich laut „Feuer“ ruft, kann es durchaus sein, dass dieser Mensch nicht unbedingt einen Löschzug braucht. Möglicherweise will er nur die Aufmerksamkeit der Passanten auf etwas lenken, was viele im Vorbeigehen sonst gar nicht bemerken würden. Den Diebstahl einer Handtasche oder einer Geldbörse zum Beispiel. Dass der Ruf „Hilfe“ in diesem Fall oft nicht so beachtet wird, wie der oder die Bestohlene es sich erhofft, wissen Polizisten aus Erfahrung, wie Carsten Broschk und Ilja Walter vom Pyrmonter Kommissariat bestätigen.

veröffentlicht am 08.11.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 08:21 Uhr

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Bei einer Veranstaltung des Bad Pyrmonter Senioren-Beirats in der Dana-Residenz ermutigten daher die beiden Kommissare ihre Zuhörer, bei einem Überfall auf der Straße laut „Feuer“ zu rufen, um Aufmerksamkeit zu erregen. Und sich natürlich das Aussehen des Diebes für die spätere Aufklärung gut einzuprägen.

Die beiden Polizisten standen den Senioren und Seniorinnen für Fragen rund um das Thema persönliche Sicherheit zur Verfügung. Was viele in der Runde sichtlich erstaunte: Vom inzwischen weitläufig bekannten „Enkeltrick“, bei dem ein Anrufer sich als Enkel ausgibt und finanzielle Unterstützung erbittet, wurden 2012 allein in Niedersachsen 458 Fälle mit einer Schadenssumme von insgesamt 476 000 Euro angezeigt.

Für diese und andere Telefonate, die etwa irgendwelche Erbschaften oder Gewinne verheißen, gaben die Kommissare Verhaltens-Tipps und ermutigten die älteren Menschen zu resolutem Verhalten: „Lassen Sie sich nicht einlullen, fragen Sie energisch nach und seien Sie vorsichtig mit persönlichen Daten“, rieten die Gesetzeshüter. Ebenso solle bei Spenden-Aufrufen oder anderen Kontakten auf der Straße, aber auch beim Einkauf mit einer Geldkarte, verfahren werden: „Schaffen Sie sich energisch Freiraum von den Umstehenden, lassen Sie niemanden zu nah an sich ran.“

Bei Spazier- oder Einkaufsgängen sollten ältere Menschen nur das Nötigste mitnehmen und das Geld möglichst eng und sicher am Körper tragen. Eine längere Debatte entspann sich um die Frage nach der Ausweispflicht. Einige Zuhörerinnen zeigten sich erstaunt darüber, dass der Personalausweis nicht ständig mitgeführt werden muss. „Es genügt, wenn Sie über Ihre Personalien vollständig mündlich Auskunft geben. Der Ausweis muss nicht zwingend jederzeit am Menschen sein“, betonte Ilja Walter.

Durch ihre bei aller sachlichen Information lockere, gewinnende Art kamen beide Kommissare bei den Zuhörern gut an. „Seit einigen Jahren arbeiten wir eng zusammen mit dem Seniorenbeirat, und wir haben in dieser Zeit schon viel erreicht“, unterstrich Carsten Broschk. Beirats-Vorsitzende Annegret Webel bestätigte: „Nach dem Rollator-Training und Veranstaltungen wie dieser werden wir demnächst eine gemeinsame Sprechstunde durchführen.“ Hei

Polizeikommissar Carsten Broschk beantwortet im Gespräch auch individuelle Fragen. Hei



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