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Dritte und letzte Planungswerkstatt fürs Städtebau-Konzept

„Der Rat macht sowieso, was die Investoren wollen“

Reinhard Drees fasst die Ergebnisse zusammen.

veröffentlicht am 07.09.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 16:41 Uhr

Interessenten lassen sich informieren.

Autor:

Rudi Rudolph
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Fotos: rr

Bad Pyrmont. „Es steckt viel Kreativität in dieser Stadt!“, war ein Fazit, mit dem Reinhard Drees vom Bielefelder Planungsbüro „Drees & Huesmann Planer“ die dritte und letzte Planungswerkstatt im Rahmen des Städtebaulichen Gesamtkonzeptes abschloss. Dazu hatten sich rund 40 Interessierte in der Schulmensa eingefunden, davon viele aus Rat und Verwaltung. Vermisst wurden allerdings die eigentlich Betroffenen: Pyrmonter Bürger, Gastronomen und Hoteliers aus den betroffenen Bereichen. Diese in zehn Projektgebiete unterteilten Bereiche mit unterschiedlicher zeitlicher und inhaltlicher Priorität sollen die Entwicklung Bad Pyrmonts bis zum Jahr 2050 auf konzeptionelle Füße stellen. Dazu hatte das Planungsbüro die Ergebnisse der bisherigen beiden Planungswerkstätten aufgearbeitet und zusammengefasst und damit die gesamte Mensa rundherum dekoriert. So war jeder für die neue Aufgabe, in drei Kleingruppen die Themen „Schlossstraßenviertel“, „Bahnhofsumfeld und -straße“ sowie „Hauptallee/Heiligenangerstraße“ zu diskutieren, gut vorbereitet.

Ziel der dritten Planungswerkstatt sollte sein, die Umsetzung von Maßnahmen darzustellen, diese Maßnahmen zu definieren und sie in das städtebauliche Gesamtkonzept zu einzupassen. Dass als Ergebnis viel Rauch und wenig Feuer herauskam, brachte ein anwesender Architekt auf den Punkt: „Wir haben das übereinstimmend gesehen: Bevor für die Gebiete eine neue Nutzung bestimmt wird, sollte man bei der alten bleiben. Der Rat macht sowieso, was die Investoren wollen.“

Viele Änderungen kamen aber in den Arbeitsgruppen zum Ausdruck. Allerdings stellte etwa Kurdirektor Heinz-Hermann Blome mit Blick auf die Hauptallee fest: „Man muss Argumente sammeln für die Interessen von Gastronomie und Einzelhandel.“ Im Augenblick seien das Planungsskizzen zwischen Planern im Kurpark mit dem Parkpflegewerk und dem Denkmalschutz. „Der entscheidet dann in letzter Konsequenz.“

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Auf Wunsch des Auditoriums führte Reinhard Drees verschiedene Abstimmungen durch, um ein Meinungsbild zu den Themen zu erlangen und erhielt auch prompt insgesamt Unterstützung.

Das Ergebnis aus allen drei Planungswerkstätten wird dem Bauausschuss zugeleitet und soll spätestens am 10. Dezember verabschiedet werden. Das wäre dann der Startschuss für die sukzessive Umsetzung von kurz-, mittel- und langfristigen Maßnahmen, die Schritt für Schritt und immer mit Blick auf die Kosten realisiert werden sollen.

Bad Pyrmont könnte also schon in 10 oder 20 Jahren ein ganz anderes Bild bieten als heutzutage – hoffentlich unter Mitwirkung und korrigierend begleitender Einmischung durch möglichst viele seiner Bürger.



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