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Laienspielgruppe erntet mit „Love and Peace im Landratsamt“ viel Applaus

Der Hagen ist auf dem Trip

BAD PYRMONT/HAGEN. Mit einer äußerst gelungenen und mit viel Applaus beklatschten Premiere startete die Laienspielgruppe Hagen am Donnerstagabend im „Hagener Hof“ in ihre Theatersaison, die allerdings leider nur drei Aufführungen beinhaltet.

veröffentlicht am 01.12.2017 um 18:06 Uhr
aktualisiert am 01.12.2017 um 19:00 Uhr

Tamara Bloomberg (Roswitha Friedrich) platzt ins biedere Landratsamt, Sekretärin Stegner (Michaela Kriegel) ist entsetzt. Foto: rr
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Autor

Rudi Rudolph Reporter
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„Love and Peace im Landratsamt“ ist der Titel der Komödie in drei Akten von Andreas Wening, in dem zwölf Mitwirkende alle Register ziehen und das Publikum mit viel Krawall in die Hippie-Zeit entführen.

Da ist der biedere Landrat Oppenau, mit viel Ausdruck gespielt von Karl Greinert, der im Wahlkampf steckt und von seinem vorlauten dynamischen Wahlhelfer Marcel (Frank Mundhenk) aus Publicitygründen erst für fast, dann für ganz tot erklärt wird. Marcel liefert sich Wortgefechte mit dessen Sekretärin Elfriede Stegner, die von Michaela Kriegel pointiert dargestellt wird. Dieter Feist als Bürgermeister Rappel und Kumpel Oppenaus sowie deren Kontrahentin Hilde Brustwickel-Schnödensenf (Bettina Middel), eine Emanze erster Güte und scharf auf die Nachfolge Oppenaus, bilden die Besetzung für die unausweichlichen Konflikte. Denn mit Trara taucht aus den USA Tamara Bloomberg, die Ex-Geliebte des Landrats, auf, immer noch dort eine Hippie-Ikone. In dieser Rolle lebt sich Roswitha Friedrich aus und bringt von der großen Geste bis zur meditativen Anrufung Krishnas alle Facetten an Mimik und Gestik auf die Bühne. Sie ist mit Tochter Aurora Butterfly (Sandra Rohr) für das amerikanische TV auf Europareise und stürzt das Landratsamt, das auf dem Hagen angesiedelt ist, in Konfusion. Mangels Übernachtungsmöglichkeit zeltet sie im Büro des Landrats, zetert mit ihrer Tochter und hinterlässt, als sie zum Meditieren verschwindet, auf dem Schreibtisch eine Dose Kekse. Nach und nach bedienen sich fast alle Protagonisten aus dieser Dose, nach und nach schleichen sich Veränderungen ein. Alles erscheint leicht, die Kratzbürsten werden mild, die besten Feinde werden ein Liebespaar, und der dröge Bürgermeister baggert das Schlagersternchen Gaby Stern (Anna Dülm) an.

Eine großartige Inszenierung der Laienspielgruppe, die noch am Freitag- und Samstagabend um 19.30 Uhr zu sehen ist; Restkarten sind an der Abendkasse erhältlich.

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