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Wie die Feuerwehr um Nachwuchs für die Bergdörfer wirbt

Der Funke zündet

Baarsen. Es scheint, als würde die Ansiedlung der „Löschdachse“ in den Bergdörfern rund um Baarsen klappen. Zumindest wenn die beim Schnuppertag wahrzunehmende Begeisterung bei den rund 40 Kindern den entscheidenden Funken entstehen ließ, Papa und Mama zur Zustimmung zu bewegen. „Wir hatten schon nach einer Stunde einen Packen verbindlicher Anmeldungen für die Gruppe der Kinderfeuerwehr, die wir in den Bergdörfern gründen wollen“, berichtet Claudia Brankow. Mit einem derartigen Ansturm hatte sie nach eigenen Angaben nicht gerechnet.

veröffentlicht am 19.04.2016 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:54 Uhr

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Autor:

Klaus Titze
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Die Keimzellen für die „Löschdachse“ liegen bei den Jugendgruppen in Kleinenberg und Baarsen. Gemeinsam mit Jennifer Hasse aus Thal will Brankow in den nächsten zwei Wochen eine Gründungsversammlung vorbereiten, an der auch die Feuerwehr-Oberen und Vertreter der Politik teilnehmen werden. Damit würde dann nach Hagen die zweite Kinderfeuerwehrgruppe im Umkreis von Bad Pyrmont existieren – und dann, so die Hoffnung des Stadtkommandos, den Grundstock für den kommenden Nachwuchs der aktiven Wehr bilden.

Doch bei so manchem kleinen Neugierigen, der sich am Feuerwehrgerätehaus der Baarsener Wehr einfand, war dieser Schritt doch noch nicht so klar. „Ich bin eigentlich schon Polizist“, schwankt der vierjährige Mattes zwischen beiden Kinderträumen hin und her. Währenddessen haben sich Tobias und Cedric der Handpumpe bemächtigt und üben für den anstehenden Wettbewerb. Während Tobias ordentlich Gas gibt und kräftig anfängt zu pumpen, versucht Cedric, mit dem Wasserstrahl übereinander gestapelte Plastikteile vom Tisch zu spritzen. Doch zunächst kommt nur ein Sprühstrahl; der fachmännische Blick eines aktiven Feuerwehrmannes bestätigt: Die Düse ist verstopft! Tatsächlich, nach dem Austausch klappt es wesentlich besser. Doch beide Jungs müssen sich Marlene und Max geschlagen geben, die es als Team in zehn Sekunden schaffen, den Tisch abzuräumen. „Ich hab gepumpt wie ein Weltmeister, in kurzen, schnellen Stößen. Da ist ordentlich Druck entstanden“, ist Max stolz auf die Leistung.

Selbstverständlich dürfen die Kinder die bereitstehenden Feuerwehrfahrzeuge entern. Was für ein Gefühl, ganz oben im Führerhaus zu sitzen oder sogar das große Lenkrad mit beiden Händen umfassen zu können. Zwar wackelt der Helm auf den kleinen Köpfen, ebenso schlackert die übergroße Feuerwehrjacke, in die solch ein Knirps hineingesteckt wird. Doch was bedeutet das schon, wenn man doch real etwas aus- oder anprobieren kann, was ansonsten nur ihre Vorbilder tragen.

Für Samira hingegen ist das alles nicht mehr so aufregend. Sie gehört seit einem Jahr der neunköpfigen Jugendfeuerwehr in Baarsen an. Und so gesellt sie sich locker zu ihren Kameraden und fachsimpelt mit ihnen über das Gewusel vor dem Feuerwehrhaus, während sich die drei mit Süßem stärken und mit Getränken erfrischen. Davon gibt es reichlich an diesem Nachmittag, sowohl für die aufgeregten Sprösslinge als auch für die begleitenden Eltern oder Großeltern. Diese schauen ebenso begeistert ihrem Nachwuchs zu wie Stadtbrandmeister Maik Gödeke und der Ortsbrandmeister von Baarsen, Michael Wöltje. Ihnen ist die Freude über den Verlauf dieser Schnupperveranstaltung deutlich im Gesicht anzusehen.

Tobias an der Pumpe und Cedric an der Spritze üben sich im Zielspritzen. So mancher zukünftige Kamerad verschwindet noch in der allzu großen Feuerwehr-Jacke (kl. Foto).

Fotos: ti



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