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Umjubelter Johannes Moser spielt mit der Thüringen Philharmonie Gotha-Suhl im Konzerthaus

Der Cellist ist der absolute Chef im Ring

Bad Pyrmont. „Natur und Kultur“ sind zwei der Säulen, denen sich das Staatsbad Pyrmont verpflichtet fühlt. Das galt auch für das 6. Sinfoniekonzert zum Abschluss des diesjährigen Pyrmonter Sommers.

veröffentlicht am 04.09.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 16:41 Uhr

Cellist Johannes Moser steht bei dem Konzert mit der Thüringen P

Autor:

Winfried Kühne
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Denn mit Felix Mendelssohn-Bartholdys kleiner sinfonischer Dichtung „Meeresstille und glückliche Fahrt“ und Ludwig van Beethovens Sinfonie Nr. 6, der „Pastorale“, bildeten zwei Werke mit dem Thema Natur den Rahmen. Zu Gast im großen Saal des Konzerthauses war die Thüringen Philharmonie Gotha- Suhl unter der Leitung von Hermann Breuer. Sie versetzte die Zuhörer in sommerlich heitere, lebensfrohe Stimmung, Erinnerungen wurden wach an einen beschwingten Sommertag in der Natur!

Um im Bild zu bleiben: Über Mendelssohns Ouvertüre lag der geheime Zauber eines Caspar David Friedrich, über der Pastorale das bunte Treiben ländlicher Szenen eines Pieter Breughel. Hier ließ das Orchester das Sinfonische vergessen, lebte ein Füllhorn folkloristischer Melodien aus. Und doch ein schwärmerisches, idealistisch überhöhtes, verklärtes Bild der Natur, in der es noch keine Evolution gibt. Alles ist schön!

Umjubelter Star des Abends war der Cellist Johannes Moser! Er brillierte in Dmitrij Schostakowitsch‘ Cellokonzert Nr. 1 von 1959! Er riss das Orchester mit, setzte Akzente, gab entscheidende Impulse in dem eng verzahnten Klanggeflecht, in dem Wirrwarr frecher Rhythmen, der Cellist als absoluter Chef im Ring!

Schier unerschöpflich war seine Palette an klanglichen Farbnuancen, hauchzart das intensive Pianissimo, nervig, markant das leidenschaftlich, motorisch Tänzerische in den Ecksätzen, versponnen und nachdenklich die Lyrismen, eine wahre Hommage an sein Cello als Melodieinstrument! Hinreißend die Dialoge mit den Bläsern und wie aus einer anderen Welt der mit der Celesta!

Tosender Beifall entlockte ihm eine Zugabe: die Sarabande aus der 1. Solosuite von J. S. Bach.



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