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Rehasan und DAK wollen 20 Millionen Euro in den Umbau der Fachklinik Weserland investieren

Der Bettenturm wird gestutzt

Bad Pyrmont. Die Fachklinik Weserland soll für gut 20 Millionen Euro umgebaut werden. Diese Pläne haben Vertreter der Rehasan-Gruppe und der DAK dem Bauausschuss vorstellt. Der Bettentrakt soll um einige Etagen gekürzt, mit einem Neubau soll Ersatz geschaffen werden.

veröffentlicht am 29.12.2015 um 14:50 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 22:41 Uhr

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Autor:

Hans-ulrich kilian
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Bad Pyrmont. Am Anfang stand eine Brandschutzüberprüfung durch den Landkreis, am Ende steht – wahrscheinlich – eine Investition über rund 20 Millionen Euro. Die Rehasan- Gruppe und die Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK) wollen die Fachklinik Weserland am Vogelreichsweg in Bad Pyrmont umbauen und modernisieren. Eine entsprechende Information dieser Zeitung wurde aus Unternehmenskreisen bestätigt. Allerdings seien noch einige behördliche Genehmigungen vor einer endgültigen Entscheidung notwendig. Ein Baubeginn im Jahr 2016 sei wünschenswert.

Rehasan-Geschäftsführer Frank Roschewsky und Franz-Helmut Gerhards von der DAK hatten jüngst den Bauausschuss der Stadt in nicht öffentlicher Sitzung über die Pläne informiert und waren dort nach Unternehmensangaben auf fraktionsübergreifende Zustimmung gestoßen. Schon zuvor habe man sehr viel Unterstützung für die Pläne durch das Baudezernat der die Stadtverwaltung erfahren, hieß es lobend.

Gegenstand der Brandschutzüberprüfung war unter anderem der mehrstöckige Bettenturm, in dem die Patienten untergebracht werden. Dabei wurden verschiedene Mängel festgestellt. Die ursprünglichen Pläne sahen vor, den Trakt zu sanieren, doch das wäre offenbar teurer gekommen als ein Teilneubau und ein Teilabriss. Um wie viele Etatgen das Gebäude reduziert wird, ist noch offen, im Bauausschuss sprachen Roschwesky und Gerhards davon, den Turm etwa zur Hälfte abzutragen. Auf jeden Fall soll die in den unteren Etagen untergebrachte Abteilung für schwer kranke Patienten – von denen das Unternehmen in den nächsten Jahren immer mehr erwartet – erhalten bleiben. Damit sollen möglichst kurze Wege gewährleistet werden. Nachweinen wird dem hohen Gebäude kaum jemand, denn seit der Inbetriebnahme im Jahr 1974 gab es Kritik an der Höhe, zumal das Haus fast am Waldrand steht.

Als Ersatz ist ein viergeschossiger, etwa in V-Form angeordneter zweiteiliger Neubau mit Patientenzimmern und Funktionsräumen geplant – „und zwar in größerem Abstand zu den Nachbarn“, wie ein Unternehmenssprecher versichert. Die Anlieger der Klinik habe man über die Pläne informiert, bevor man den Bauausschuss unterrichtet habe.

Ein Gesamtneubau, so argumentieren die Betreiber und Eigentümer, wäre noch teurer gewesen und hätte überdies eine Unterbrechung des Klinikbetriebes notwendig gemacht, der auf diese Weise weitergeführt werden könne.

Mit dem Neubau des Patientenhotels soll die Zahl der Zimmer leicht erhöht werden – von gegenwärtig 192 auf 200. Der Anspruch ist eine Ausstattung im Viersternebereich, überwiegend handelt es sich um Einbettzimmer.

Die frühere DAK-Fachklinik „Haus Weserland“ war zum 1. Januar 2014 von der Rehasan-Gruppe aus Köln übernommen worden. Die Immobilie selber blieb auf Basis eines Erbpachtvertrages im Eigentum der Deutschen Angestellten-Krankenkasse, die Hauptbeleger des Hauses ist. Die Fachklinik ist auf die Rehabilitation von Herz-Kreislauf-Patienten spezialisiert. Das Ärzte- und Therapeutenteam entwickelt ein individuell auf den Patienten abgestimmtes Therapie-Programm, das das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall oder arterielle Durchblutungsstörungen der Beine mindern soll. Psychosoziale Betreuung durch Sozialarbeiter,Reha-Berater, Psychologen und psychotherapeutisch versierte Ärzte ergänzen die Therapie. Sie ist die einzige Klinik in Bad Pyrmont mit dem Schwerpunkt Herz-Kreislauf-Erkrankungen und produziert laut Staatsbad jährlich zwischen 50 000 und 60 000 Pflegetage.



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