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Wer ehrenamtlich helfen will, findet eine spannende Herausforderung / Integrationsrat informiert sich über Ausstellungsprojekte

Der Bedarf an Integrationslotsen ist noch längst nicht gedeckt

Bad Pyrmont (red/jl). Vor zwei Jahren warb Bad Pyrmonts Integrationsrat für das Ehrenamt des Integrationslotsen, der Migranten ganz praktisch im Alltag hilft. Zwei Lotsinnen sind derzeit im Talkessel aktiv: Die Pyrmonterin Eva Radke und Hannelore Stephan aus Lügde stehen seit ihrer Schulung ausländischen Familien zur Seite. „Das soziale Engagement ist sehr wichtig, denn oft stoßen die hier lebenden ausländischen Mitbürger aufgrund fehlender Sprachkenntnisse an unüberwindbar scheinende Grenzen“, sagen beide.

veröffentlicht am 28.11.2010 um 20:42 Uhr
aktualisiert am 04.11.2016 um 23:21 Uhr

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So sehr sich die Frauen auch kümmern – der Bedarf an Lotsen ist längst nicht gedeckt. Deshalb sind sich die Mitglieder des Integrationsrates einig: Finden sich neue Interessenten, dann soll es eine weitere Schulung geben.

Doch erst einmal sollten 2011 zwei Ausstellungen für Aufsehen sorgen. Die erste läuft unter dem Titel „Muslime“ Vom 3. bis 25. Februar im Rathaus. Die vom Land Niedersachsen initiierte und geförderte Schau soll aufklären und Vorurteile abbauen. Hierzu sollen nicht nur die Schulen, sondern auch Vereine und Institutionen aus Bad Pyrmont und Lügde eingeladen werden.

„Willkommen in Bad Pyrmont“ die Ausstellung, die Dr. Dieter Alfter im Schlossmuseum plant (wir berichteten). Der Museumschef sieht den Dialog der Kulturen als eine gute Möglichkeit, Begegnungen nicht nur bildlich ,sondern auch mit Gegenständen darzustellen. Michael Karabatsiakis erinnerte sich spontan an seine ersten Erlebnisse in Bad Pyrmont. „Im August 1963 bin ich hier angekommen, habe in den inzwischen 47 Jahren so allerhand erlebt und kann viel erzählen.“ „Und vielleicht hat er ja noch einen Koffer auf dem Boden stehen, der auch erzählen kann“, machte Dr. Alfter neugierig.

Dass sich auch die Mitglieder des Jugendparlamentes in dieses Projekt einbringen und auch beim Thema „Muslime“ mitarbeiten wollen, wurde von allen als ein positives Signal gesehen. „Wir sind auf einem guten Weg“, findet die Vorsitzende Kirikoula Koussataloglou-Mund.

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