weather-image

Jugendämter geben Jugendschutzkalender heraus / Schülerfirma gestaltete die Aufmachung

Denkanstöße zur Handy-Nutzung

Detmold. Die fünf lippischen Jugendämter geben jährlich einen Jugendschutzkalender heraus, der an Schülerinnen und Schüler verteilt wird. Die Jugendschutzkalender greifen in jedem Jahr unterschiedliche kinder- bzw. jugendrelevante Themen auf. Der Jugendschutzkalender 2014 unter dem Titel „ge_meinsam“ soll Denkanstöße zum Handy-Nutzungsverhalten geben und wurde bereits an die weiterführenden Schulen in Lippe verteilt.

veröffentlicht am 28.02.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 15:41 Uhr

270_008_6977324_wvh_0603_Ferienkalender_Titelbild.jpg
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Menschen, die aufs Handy starren. Wer kennt das Bild nicht: In der Kneipe werden lieber die letzten Updates gecheckt, als mit realen Freunden oder Partnern geredet. Auf Partys werden mitten im Gespräch die Smartphones gezückt, um neue SMS zu lesen, zu twittern oder E-Mails abzufragen. Der Jugendschutzkalender 2014 weist auf dieses Phänomen hin, ohne dass der moralische Zeigefinger erhoben wird, und greift damit einen Bestandteil der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen auf.

Laut der Jugendstudie (JIM 2013) des medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest steht bei Jugendlichen die Nutzung von Online-Communities bei den kommunikativen Tätigkeiten im Internet an erster Stelle. Drei Viertel der Jugendlichen besuchen mindestens mehrmals pro Woche soziale Netzwerke. Die Hälfte tauscht E-Mails aus, ein Drittel ist in speziellen Chat-Angeboten unterwegs. Damit sie alle Neuigkeiten innerhalb der Community so schnell wie möglich mitgeteilt bekommen, lassen sich 63 Prozent der Nutzer/innen über ihr Handy benachrichtigen, sobald im sozialen Netzwerk etwas passiert. Die jugendlichen Community-Nutzer haben aktuell durchschnittlich 290 Kontakte oder „Freunde“. 42 Prozent sind in ihrer Community auch mit ihren Eltern „befreundet“. Mit durchschnittlich 37 Prozent sind Lehrer unter den Online-Freunden etwas weniger vertreten.

Das Bedürfnis der Jugendlichen, mobil miteinander zu kommunizieren, ist heute völlig normal. Aber es gibt auch Situationen, bei denen das „aufs Handy-Starren“, das „Smartphone-Checken“ oder Lesen und Herumtippen auf dem Handydisplay unangebracht sind oder als störend empfunden werden. Dies ist beispielweise so, wenn im Schulunterricht ständig das Handy in der Hosentasche vibriert (Achtung, neue Nachricht!), Freunde zusammen auf einer Party sind, aber nur mit dem Handy beschäftigt sind oder wenn Jugendliche bei Freunden ihre Probleme schildern, die aber ständig aufs Handy sehen, ob sie Nachrichten bekommen haben. Die meisten Jugendlichen entwickeln ein Gespür für solche Situationen. Wo das nicht passiert, ist es gut, wenn Erwachsene sie darauf hinweisen.

Der Jugendschutzkalender beinhaltet neben dem Kalendarium mit den Ferienzeiten auch die Telefonnummern der Ansprechpartner/innen der einzelnen Jugendämter. Damit der Jugendschutzkalender auch für die Zielgruppe ansprechend gestaltet ist, wurde von den Jugendämtern in diesem Jahr die Schülerfirma des Leopoldinums Leo Media Productions eSG mit der Gestaltung beauftragt. Die Schülerinnen und Schüler der Leo Media Productions sind in der gleichen Altersgruppe wie die Zielgruppe für den Kalender und wissen daher am besten, was bei der Zielgruppe ankommt.

Die Schülerfirma des Leopoldinums hat den Jugendschutzkalender im Auftrag der fünf Jugendämter des Kreises Lippe gestaltet.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt