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Neue Gedenktafel auf dem Oesdorfer Friedhof erinnert an 633 Opfer des Zweiten Weltkrieges

Den Lebenden zur Mahnung

Bad Pyrmont. „Mir sind etliche Steine vom Herzen gefallen“, ist von Kurt Lindhorst häufig in Gesprächen zu hören, die er mit Teilnehmern führt, die sich anlässlich der offiziellen Übergabe der Gedenktafel für die im Zweiten Weltkrieg getöteten Pyrmonter auf dem Oesdorfer Friedhof versammelt haben. Unmittelbar am Gräberfeld nahe der Kapelle ist sie aufgestellt und unter der Schrift „Der Toten gedenken, sei den Lebenden Mahnung zum Frieden“ sind insgesamt 633 Namen von Einwohnern der Stadt Bad Pyrmont mit Geburtsdatum und Daten zum Tag und Ort ihres Todes dokumentiert.

veröffentlicht am 18.10.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 23:41 Uhr

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Autor:

von Klaus Titze
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Die Namen der Holzhäuser ließen sich seit einiger Zeit auf dem Stadtfriedhof in Holzhausen finden. Insofern war es vielen Angehörigen des restlichen Stadtgebietes ein Anliegen, dass auch die Namen ihrer Kriegstoten, Gefallenen und Vermissten in das kollektive Gedächtnis der heutigen Generation geholt werden und einen Ort des Erinnerns erhalten, wie Kurt Lindhorst seine Recherche begründet. „Es ist allerdings auch eine Herzensangelegenheit für mich gewesen und ich bin glücklich, dass es mir für meine Stadt gelungen ist“, lächelt er stolz über das Ergebnis.

An diesem hätten jedoch auch andere einen wesentlichen Anteil. Hierzu gehöre ganz besonders der Oesdorfer Horst Hänning, der mit großem persönlichen Einsatz zu dem Gelingen beigetragen habe. Ebenso hätten die Firmen „Metallbau Pennartz“ aus Bad Pyrmont und „Kreativ Werbung“ aus Lügde hervorragend für dieses Ergebnis gesorgt und einen besonderen Dank für ihr Zutun verdient, wie nicht nur die Bürgermeisterin Elke Christina Roeder betont. In diesen Dank bezieht sie den städtischen Bauhof unter der Leitung von Jürgen Knauer ebenso mit ein wie 25 zumeist private Spender, die mit insgesamt 4560 Euro die finanzielle Hürde beseitigen halfen.

Auch anwesende Angehörige nutzen den Anlass, sich angesichts ihrer Familiennamen die schrecklichen und belastenden Ereignisse in Erinnerung zu rufen. So wird beispielsweise über die beiden Drinkuth-Brüder Erich und Hans gesprochen, die im Alter von 17 beziehungsweise 19 Jahren wenige Wochen vor Kriegsende noch an die Front geschickt wurden und umkamen. Auch die aus Oesdorf stammende Familie von Ernst Ramspott ist Gesprächsthema. Von der Familie hatten nur die Frauen den Krieg überlebt. Der Vater Ernst Ramspott, noch kurz vor Kriegsende als Kriegsveteran des Ersten Weltkrieges eingezogen, starb am 19. April 1945. Zuvor waren alle seine vier Söhne im Krieg getötet worden.

Bürgermeisterin Elke Christina Roeder und Kurt Lindhorst enthüllen gemeinsam die Gedenktafel.ti



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