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Demografie-Alarm lässt 150 Köpfe rauchen

Lügde. Es ist hart, aber nicht zu leugnen: Lügde droht sich abzuschaffen. Denn die Stadt altert, und es wachsen immer weniger junge Einwohner nach. Viele dieser Wenigen zieht es dann, als Erwachsene auf der Suche nach einem Auskommen, auch noch fort.
In den letzten 15 Jahren ist die Einwohnerzahl von 12 000 auf jetzt 10 500 geschrumpft. Und den Statistikern schwant nichts Gutes. Für das Jahr 2030 sagen sie nur noch 8000 Einwohner voraus, fast die Hälfte von ihnen jenseits der 60. Höchste Zeit also, ein Gegensteuern zu versuchen – in der Hoffnung, den Trend wenigstens aufzuhalten.

veröffentlicht am 03.02.2011 um 22:05 Uhr
aktualisiert am 04.11.2016 um 19:41 Uhr

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Lügde. Es ist hart, aber nicht zu leugnen: Lügde droht sich abzuschaffen. Denn die Stadt altert, und es wachsen immer weniger junge Einwohner nach. Viele dieser Wenigen zieht es dann, als Erwachsene auf der Suche nach einem Auskommen, auch noch fort.
In den letzten 15 Jahren ist die Einwohnerzahl von 12 000 auf jetzt 10 500 geschrumpft. Und den Statistikern schwant nichts Gutes. Für 2030 sagen sie nur noch 8000 Einwohner voraus, fast die Hälfte von ihnen jenseits der 60. Höchste Zeit also, ein Gegensteuern zu versuchen – in der Hoffnung, den Trend wenigstens aufzuhalten.

Deshalb nahm Lügdes Stadtverwaltung den Demografie-Alarm jetzt zum Anlass, sich Hilfe zu holen. Und zwar nicht nur vom „Zukunftsbüro“ der lippischen Kreisverwaltung, sondern vor allem aus den Reihen der Lügderinnen und Lügder: Rund 150 von 200 eingeladenen „Entscheidern und Multiplikatoren“ kamen dazu beim ersten Treffen der neu installierten „Wirtschafts- und Sozialraumkonferenz“ am Mittwoch in der Schul-Aula am Ramberg zusammen.

Jetzt soll erst einmal alles daran gesetzt werden, um den Bürgern ein Umfeld zu schaffen, das ihre Stadt lebenswert macht und sie nicht in die Ferne treibt. Denn, so sagte Bürgermeister Heinz Reker in seiner Begrüßung: „Wir müssen versuchen, die Wanderungsbewegung zu bekämpfen.“ Um die Probleme offensiv anzugehen, forderte er „die Gestaltungskraft aller“ ein. Zugleich warnte der an diesem Abend als Mutmacher angetretene Stadt-Chef: „Panikmache, Schwarzmalerei und Fatalismus haben der Menschheit noch nie geholfen.“

Welchen Eindruck die Macher aus dem ersten von drei geschlossenen Treffen gewonnen haben, Lesen Sie in unserer Freitagausgabe.

Von Juliane Lehmann



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