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Beim Pyrmonter Brudermahl der Freimaurer wird für ein Spielprojekt der Herder-Schule gespendet

„Das Wort gilt uns als Brücke“

Bad Pyrmont. Wenn bei den Freimaurern der Hammer fällt, herrscht Ruhe. Es ist das Signal des Meisters vom Stuhl, alle Gespräche zu beenden und den Vorsitzenden das Zeremonial beim jährlichen Brudermahl mit geladenen Gästen zu beginnen. Gemeinsam mit dem „Ersten“ und dem „Zweiten Aufseher“ führt Dr. Ingo Majohr, der amtierende Meister vom Stuhl der Pyrmonter Freimaurerloge „Friedrich zu den drei Quellen“, durch den festlichen Abend. Der Raum wird symbolisch verschlossen, um „der Unrast der Welt nun die Türe“ zu versperren, wie Majohr in salbungsvollen Worten erläutert. Und worin liegt der Sinn der freimaurerischen Arbeit? Die Antwort gibt der „Erste Aufseher“: „Das Wesen des Freimaurerbundes besteht in der Einheit von leitender Idee, tragender brüderlicher Gemeinschaft und vertiefendem symbolischen Erlebnis. Das Zusammenspiel dieser drei Elemente formt die Bruderschaft.“ Und die Gäste dürfen am Ende eine Erfahrung darüber mit nach Hause nehmen, was diese Gemeinschaft prägt und wie sie seit Jahrhunderten handelt.

veröffentlicht am 03.06.2013 um 16:40 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 03:41 Uhr

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Autor:

Wolfhard F. Truchseß
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Die Idee zum Brudermahl hatte der frühere Meister vom Stuhl Titus Malms: „Wir wollen damit Menschen aus Politik, Wirtschaft und Kultur zusammenbringen und zugleich etwas karitativ Gutes leisten. Das Wort gilt uns als Brücke.“ So sind denn von den etwa 60 Anwesenden im Fürstensalon des Hotels Steigenberger auch nur rund 15 Brüder der Loge. Regelmäßig wird ein Ehrengast geladen, in diesem Jahr Julia Niemeyer, die Geschäftsführerin der Pyrmonter Nachrichten und der Dewezet, die einen Kurzvortrag über die Veränderung des von ihr verantworteten Produkts, der heimischen Tageszeitung, hält und dabei feststellt, dass Menschen sich für andere Menschen interessieren, aber dass sich nicht jeder für jeden interessiert. „Im Gegenteil: Die Schnittmengen werden immer kleiner.“ Nicht umsonst seien die neuen sozialen Medien wie Facebook oder Twitter gewaltig auf dem Vormarsch. „Auch dort informieren sich Menschen über andere Menschen. Mit dem entscheidenden Vorteil, dass sie selbst entscheiden können, über wen sie sich informieren wollen.“ Weil es kaum noch Themen gebe, für die ein allgemeines Interesse vorauszusetzen sei, „muss die Zeitung kleinteiliger werden, näher an die Menschen heranrücken“. Gleichzeitig müsse sie größer und allgemeiner werden, was ihre Inhalte angehe. Nur dann habe sie eine Chance, „die Schnittmengen zu treffen, die vielleicht noch vorhanden sind“. Dabei gelte es vor allem, „tiefer zu schürfen und nicht an der Oberfläche zu verharren“. Die „Zeitung der Zukunft“ müsse die Fragen der Menschen beantworten, die sie in ihrem Lebensumfeld bewegten und sie mit dem Handeln der Menschen vor Ort verknüpfen. Und das sowohl „inhaltlich als auch technisch“, weshalb die Pyrmonter Nachrichten und die Dewezet sich verstärkt mit den „Neuen Medien“ beschäftigt hätten, einen neuen Internetauftritt präsentiert und Produkte für mobile Endgeräte wie Smartphone oder Tablet-PC anbiete. „Die Zeitung muss sich neu im Alltag ihrer Leser verankern.“ Und: „Wir glauben daran, dass die Menschen eine Zeitung brauchen – auch, wenn manche das noch nicht erkannt haben.“

Neben dem Vortrag von Julia Niemeyer sollte aber auch der karitative Gedanke nicht zu kurz kommen. Hartwig Henke, Leiter der Herderschule, präsentierte zwischen zwei Gängen sein Schulprojekt „Lernen zu spielen“, in dem es darum geht, „beim Spielen zu lernen“. Weil aber Spiele Geld kosten, dass der Schulträger nicht zur Verfügung stellt, wurde beim Brudermahl kräftig gespendet: 1910 Euro kamen zusammen, von der Loge auf 3000 Euro aufgestockt. Und wird mehr benötigt, will die Dewezet/PN-Aktion „Hameln-Pyrmont hilft“ etwas hinzuschießen.

Bad Pyrmonts stellvertretende Bürgermeisterin Sieglinde Patzig-Bunzel fand am Rande der Veranstaltung lobende Worte für den Schulleiter der Herderschule. „Hartwig Henke und die Schule haben das wirklich verdient, denn dieser Schulleiter kümmert sich um jedes Kind und leistet eine ganz hervorragende Arbeit.“

Ehrengast Julia Niemeyer beim Brudermahl: „Wir glauben daran, dass die Menschen eine Zeitung brauchen.“ Neben ihr Dr. Ingo Major, der Meister vom Stuhl der Freimaurerloge „Friedrich zu den drei Quellen“. wft

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