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Warum elf- bis vierzehnjährige Mädchen Spaß haben, „Fürstenkinder“ zu sein

Das so ganz andere Tanzen

BAD PYRMONT. Wenn es am „Zar Peter-Winter-Weihnachtswochenende“ (14. bis 16. Dezember) frostig werden sollte, bekommen das auch die mitwirkenden kleinen Prinzessinnen und Fürstenkinder in ihren duftigen Kleidern zu spüren. Da hilft nur eins: Wollige Leggins und warme Pullover drunter ziehen, Stiefeletten an die Füße, zusätzlich ein kleines Pelzcape aus dem Fundus des Vereins Fürstentreff, zu dem die Tanzgruppe „Fürstenkinder“ gehört.

veröffentlicht am 24.09.2018 um 13:47 Uhr

Monika Busch trainiert wöchentlich mit ihren sechs Mädchen. Foto: Hei
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Karin Heininger Reporterin
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So werden die Mädchen, elf bis 14 Jahre alt, unter der Kuppel am Hylligen Born bei beginnender Dämmerung ihren Lichtertanz zeigen – vielleicht ein wenig bibbernd, aber auf jeden Fall anmutig, ihre Lichter geschickt in den Händen balancierend, so wie sie es gelernt und schon öfter öffentlich gezeigt haben.

Jeden Dienstag zwischen 17 und 18 Uhr trifft sich die Tanzgruppe im Gymnastiksaal der Klinik Fürstenhof, um dort unter der Leitung ihrer Trainerin Monika Busch ihr Programm zu üben. Die 2012 gegründete Gruppe hat drei feste Choreografien für die Auftritte beim sommerlichen Fürstentreff und beim Zarenbesuch im Repertoire: einen Rosentanz, die „Tanzspieldose“ und eben den Lichtertanz, der neben dem Walzer der Erwachsenengruppe ein beliebter Programmpunkt ist. Doch Nachwuchs wird dringend gesucht: „Der Lichtertanz ist eigentlich auf acht Mädchen zugeschnitten, und einen Ersatz muss es auch geben. Doch zur Zeit habe ich leider nur sechs Tänzerinnen zur Verfügung“, betont Monika Busch.

Ich finde es schön, wenn die Leute uns beim Tanzen fotografieren.

Agelina Cela (14), „Fürstenkind“

Das war nicht immer so, aber gerade bei Jugendlichen ist bekanntlich die Fluktuation in Vereinen sehr groß, wenn sie heranwachsen oder andere Hobbys bevorzugen. Und nicht jede ist so ausdauernd und beständig wie die heute 12-jährige Theresa Hamann, die schon als Sechsjährige dabei war und in den Jahren mitgewachsen ist. „Zweimal wurde mein erstes Kostüm verlängert, und jetzt habe ich schon das dritte Kleid“, erzählt sie. Dabei geblieben ist sie, „weil es mir großen Spaß macht und ich gerne tanze“.

Wenn die Mädchen vor der Aufführung ihr historisches Kostüm anziehen, sich die Lippen dezent schminken und wenn von erwachsenen Helferinnen die glatten Haare zu lockigen Frisuren gedreht werden – dann fühlen sie sich schon so ein bisschen wie kleine Prinzessinnen, geben auch Franziska Jacob (13) und Melisa Imsic (13) zu. „Ich finde es auch schön, wenn die Leute uns fotografieren und uns fragen, wen wir denn darstellen“, sagt Angelina Cela (14), die erst ein Jahr dabei ist, aber sich in der Gruppe wohl fühlt. Die beiden Schwestern Chiara (12) und Alina (11) Otto, lieben zwar auch Hip Hop-Tanz und Kunstturnen beim MTV, aber auch ihnen macht das so ganz andere Tanzen bei den „Fürstenkindern“ großen Spaß.

„Mir kommt es nicht nur auf den schönen Tanz an, ich finde es auch wichtig, dass die Mädchen auf diese Art etwas über die Geschichte Pyrmonts erfahren, weil jede eine bestimmte Figur darstellt“, betont die Trainerin, die als ausgebildete Tanzpädagogin diese Aufgabe übernommen hat und jetzt dringend auf „Zuwachs“ hofft, damit sie den Tanz nicht mangels genug Mitwirkender neu konzipieren muss. Wer gerne tanzt und bei den „Fürstenkindern“ mitwirken möchte (ab 12 Jahren), kann sich bei Monika Busch unter 05281/168 4201 melden.



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