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Infotafeln geben Auskunft: Stadtforst erweitert und erneuert für 25 000 Euro den Waldlehrpfad

Das Reh ist nicht die Frau vom Hirsch

BAD PYRMONT. Oberhalb Bad Pyrmonts im Langen Grund hat die Stadtforst schon vor Jahren einen Waldlehrpfad angelegt, der seitdem ständig erweitert und aktualisiert wird. Jetzt sind drei neue Themenpavillons dazu gekommen. 25000 Euro hat die Stadt dafür investiert.

veröffentlicht am 14.06.2016 um 17:11 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:48 Uhr

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Autor:

Hans-Ulrich Kilian
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„Ist das Reh die Frau vom Hirsch?“ Revierförster Philipp Klapper kennt diese Frage nur zu gut und beantwortet sie vermutlich in der Regel auch geduldig. Doch das muss er nicht immer. Oberhalb Bad Pyrmonts im Langen Grund hat die Stadtforst schon vor Jahren einen Waldlehrpfad angelegt, der seitdem ständig erweitert und aktualisiert wird. Jetzt sind drei neue Themenpavillons dazu gekommen und an einem findet sich die Antwort auf die eingangs erwähnte Frage: Das Reh ist nicht die Frau vom Hirsch. Vielmehr gehören Reh und Rehbock zusammen. Reh und Hirsch sind zwei unterschiedliche heimische Huftierarten.

Aufklärung tut not, denn nach Angaben des Deutschen Jagdverbandes (DJV) hatte jedes dritte Kind zwischen 7 und 14 Jahren noch nie einen Käfer auf der Hand und glaubt, das Reh sei die Frau vom Hirsch. Auch Klapper hält viel davon, die Waldbesucher in die Geheimnisse des Waldes einzuführen. Zurzeit sorgt er mit den Forstwirten Günther Peters, Frank Lönnecker und Wilhelm Lohmann und dem Schülerpraktikant Darius Böhnke dafür, den Waldlehrpfad mit den drei neuen Pavillons zu erweitern. Die Kosten in Höhe von 25000 Euro werden aus dem Kurwegefonds bezahlt, in den neben der Stadtforst auch Stadt, Staatsbad und der Kur- und Verkehrsvereins einzahlen.

Die Pavillons befassen sich auf 12 Tafeln mit den Themen Wild und Fauna, den Funktionen des Waldes und der Jagd. Am Wildpavillon werden zwei Tafeln mit Drehscheiben zum aktiven Tiere-Raten einladen. Außerdem ist eine neue Sitzbank aufgestellt worden.

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  • Nicht alle Tiere, die hier zu sehen sind, leben schon in den Pyrmonter Wäldern. Foto: uk

„Wenn die Arbeiten am und die Erweiterung des Waldlehrpfades demnächst abgeschlossen sind, werden wir dort 19 Tafeln haben, die über einzelne Baum- und Straucharten informieren und 50 Tafeln zu ausgewählten Themen wie zum Beispiel Waldbewirtschaftung, Aufgaben der Forstwirtschaft, Wild und andere Waldbewohner und Jagd“, erläutert der Förster. Komplettiert wird der Pfad mit Klanghölzern, einem Baumarten-Raten, einem Insektenhotel und einem Facettenauge mit drei Linsen, das die Sicht von Insekten simuliert.

Die Informationstafeln kann man den speziellen Bedingungen ihres Standortes anpassen. Und das ist hier geschehen. „Wir haben viele Buchen in unseren Wäldern und das wird auch auf den entsprechenden Tafeln berücksichtigt“, erläutert Klapper, der den Buchenanteil auf 72 Prozent beziffert. Vogelbeere, Eberesche, Weißtanne, Winter- und Sommerlinde stellen im Wesentlichen den restlichen Anteil.

Doch mit dem Waldlehrpfad alleine lässt er es nicht bewenden. „Wir freuen uns natürlich auch immer über den direkten Kontakt zu Waldbesuchern“, versichert er. Die Stadtforst biete Waldführungen an, auch für Schulen und Kindergärten. „Dabei lassen sich viele Fragen und Informationen zu Wald und Forstwirtschaft am besten erläutern.“



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