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Resteverwertung und Müllvermeidung

Das Nähen als Mission – in der Max-Born-Realschule

BAD PYRMONT. Wenn einem Schüler der Max-Born-Realschule sein Shirt nicht mehr gefällt oder eine Schülerin aus ihrem Lieblingskleid rausgewachsen ist, müssen diese Textilien noch lange nicht in die Altkleidersammlung oder gar in die Mülltonne wandern. Die Kreativwerkstatt der Schule kann daraus nämlich noch viel machen.

veröffentlicht am 02.03.2018 um 18:12 Uhr

Mädchen und Jungen des achten Jahrgangs lassen in der Max-Born-Realschule die Nähmaschinen rattern. Foto: hei Jungen und Mädchen des achten Jahrgangs lassen in der Max-Born-Realschule die Nähmaschinen rattern. Foto: hei

Autor:

Karin Heininger und Hans-Ulrich Kilian
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Vielleicht eine Kissenhülle, ein Halstuch oder sogar ein Bühnenkostüm für den Wahlpflichtkurs Theater.

Im Rahmen des Profils „Fair Trade Schule“, das seit dem Ende des Schuljahres 2015/16 verfolgt wird, setzen sich mehrere Wahlpflichtkurse der Schule auf unterschiedliche Weise mit Nachhaltigkeit und fairem Handel auseinander, unter anderem auch die Kreativwerkstatt. Dort läuft zur Zeit ein Kursus „Nähen“ für den achten Jahrgang. „Die sieben Jungen, die daran teilnehmen, sind genauso begeistert bei der Sache wie die acht Mädchen“, freut sich die zuständige Lehrerin Nadine Oppermann.

Bevor die Schüler in das Thema einsteigen, müssen sie den „Nähmaschinenführerschein“ machen. Zurzeit sind in der Schule acht Maschinen im Einsatz, doch soll die Zahl noch aufgestockt werden. Die fertigen Produkte wurden beim Elternsprechtag vorgestellt. Auch beim bevorstehenden Tag der offenen Tür – am Freitag, 9. März, von 15 bis 18 Uhr – werden die Stücke ausgestellt und zum Verkauf angeboten. Denn die Kurse haben eine Schülerfirma gegründet und sind in die Produktion für den Verkauf eingestiegen.

Auf einer Schneiderpuppe wird an jenem Nachmittag als besonderer Hingucker ein rotes Kleid zu sehen sein, das als eines von drei Kostümen bei einer Aufführung des Schülertheaters im Einsatz war. „Unserem Kollegium ist die Ausbildung auch handwerklicher Fertigkeiten sehr wichtig. Wir freuen uns, dass die Kurse der Kreativwerkstatt so großen Zuspruch finden“, sagt Schulleiterin Barbara Wendeln-Henke.

Dass die Schule diesen Unterricht so gut ausgestattet anbieten kann, hat sie der Stiftung von Ludwig und Hanna Klinge zu verdanken; sie hat 3150 Euro für dieses Projekt bereitgestellt. „Es ist faszinierend zu sehen, wie hier ein altes Handwerk modern aufbereitet wird“, zeigt sich Regionaldirektor Reinhold Reker von der Volksbank beeindruckt., der gemeinsam mit seiner Kollegin Petra Kuhn die Stiftung ehrenamtlich betreut. Beide zusammen entscheiden regelmäßig über die Verwendung der Stiftungserträge. „Ich finde es auch toll, wie die Schüler Reste verwerten und wieder aufarbeiten“, merkt Reker an. Und Kuhn fügt hinzu: „Das ist ein tolles Zeichen gegen die Wegwerfgesellschaft.“



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