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Ortsrat Hagen beschließt zwar Erhalt des Kriegerdenkmals, doch der Freundeskreis will mitreden

Das Misstrauen ist nicht zu überhören

Hagen. Die Stimmen diskutierender Hagener hallen noch in den Straßen nach, als sie sich nach der Sitzung ihres Ortsrates nach Hause begeben. Geht es noch um die ausgetauschten Argumente zum Erhalt des Kriegerdenkmal? Oder ist es vielmehr der zum Ende der Sitzung von ihrem Ortsbürgermeisters Andreas Müller (CDU) vorgebrachte Wunsch, es möge zur weihnachtlichen Zeit endlich Ruhe ins Dorf Einzug halten und es ein Ende persönlicher Anfeindungen geben?

veröffentlicht am 17.12.2013 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 02:41 Uhr

Autor:

Klaus Titze
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Der Versammlungsraum der Hagener Feuerwehr ist jedenfalls zur Sitzungseröffnung komplett gefüllt und bestätigt einmal mehr, dass die Hagener Einwohner an den Dingen ihres Dorfes Anteil nehmen. Wichtigster Tagesordnungspunkt ist der Beschlussvorschlag, dass aufgrund der Ergebnisse der Bürgerbefragung das Ehrenmal an seinem jetzigen Standort saniert werden soll. Ortsbürgermeister Müller spürt, dass es bei den Zuhörern ein Redebedürfnis gibt. Er lässt nach kurzer Besprechungsphase des Ortsrates eine Bürgerbeteiligung zu. Diese wird neben anderen Wortbeiträgen auch von Harald Zühlke genutzt. „Der Freundeskreis zum Erhalt des Kriegerdenkmals bietet an, sowohl mit Spenden als auch mit Arbeitsleistungen zum langfristigen Erhalt des Denkmals beizutragen“, verkündet er. Zühlke stellt heraus, dass der Freundeskreis eine Einbindung in zukünftige Entscheidungsprozesse wünscht. Ebenso möchte man vor Beginn weiterer Arbeiten bei einer eingehenden Schadensbegutachtung anwesend sein. In seinen Ausführungen ist das Misstrauen nicht zu überhören. Sowohl dem Ortsrat als auch dem Bauamt wirft er vor, trotz der winterlichen Witterung nichts zum Schutz des Ehrenmals veranlasst, sogar Hilfsangebote zurückgewiesen und somit mögliche weitere Schäden verantwortet zu haben.

Das Ortsratsmitglied Kurt-Heinz Zühlke (CDU) lässt dies jedoch nicht unbeantwortet. Er selbst habe veranlasst, dass sich nicht irgendjemand nach Gutdünken an dem als baufällig eingestuften Denkmal betätigen könne, sagte er. „Der Bauzaun ist nicht zum Ärgernis aufgestellt worden, sondern sichert ein marodes Bauwerk ab“, stellt er klar, und da gutachterlich festgestellt worden sei, dass von diesem Bauwerk Gefahren ausgingen, könne die Verwaltung gar nicht anders handeln, als den Bereich abzusperren und Zutritte zu untersagen.

78 000 Euro für die Sanierung hat Kämmerer Eberhard Weber in den Haushalt 2014 geschrieben. „Hierüber wird der Rat am Donnerstag beschließen, und ich gehe davon aus, dass diese Summe im Haushalt verbleiben und noch im Frühjahr 2014 zur Verfügung stehen wird“, sagte Heinz Zühlke. Der weitere Verlauf sei dann nahezu vorgegeben, indem aufgrund des Gutachtens eine Ausschreibung erfolgen und schließlich der Kostenrahmen aufgezeigt werde. „Ob dann Eigenleistungen eingebracht werden können, ist Sache des ausführenden Unternehmers und nicht Sache der Stadt. Gegen finanzielle Entlastungen in Form von Spenden wird die Stadt allerdings wohl nichts einzuwenden haben“, betonte Zühlke.

Am Ende beschließt der Ortsrat einstimmig den Erhalt des Denkmals gemäß dem Votum der Hagener Einwohner.



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