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Gruppe reagiert auf Hotel Keller

„Das ist ganz besonders ärgerlich“

BAD PYRMONT. Nach Bekanntwerden der Vorgänge um das frühere Hotel Keller hat die Gruppe 17 im Pyrmonter Rat Verständnis für schwierige personelle Situation des Bauamtes gezeigt. „Wir erwarten aber auch, dass sich die Situation bessert“, sagte Lars Diedrichs, einer der drei Gruppensprecher, am Donnerstag.

veröffentlicht am 06.04.2017 um 17:47 Uhr
aktualisiert am 29.05.2017 um 17:39 Uhr

Erst durch den Architekten Dieter Feist war bekannt geworden, dass die Eigentümerin des früheren Hotels Keller Pläne für das Gebäude hat und der Bauverwaltung ein Bauantrag vorliegt. Foto: uk
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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Die Vorgänge um das ehemalige Hotel Keller werfen nach Auffassung der „Gruppe 17“ im Rat kein gutes Licht auf die Arbeit der Bauverwaltung. „Die langsame Bearbeitung und die in deren Folge sehr späte Anforderung zusätzlich benötigter Unterlagen ist an sich schon ärgerlich, in dem speziellen Fall dieses stadtbildprägenden Objektes, das mittlerweile ein Schandfleck ist, natürlich ganz besonders“, reagierte Lars Diedrichs, einer der Gruppensprecher, am Donnerstag auf die Berichterstattung der PN.

Gleichzeitig zeigte der Fraktionsvorsitzende von „Wir für Pyrmont“ Verständnis für die schwierige personelle Situation der Bauverwaltung, über die die Gruppe in den letzten Wochen sehr umfangreich und offen informiert worden sei. Das betreffe Erkrankungen, die Schwierigkeit, qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen, aber auch eine große Zahl von Anträgen, die unvollständig eingereicht würden. Dabei gebe es nicht nur negative Fälle der Abarbeitung von Baugenehmigungen, sondern auch positive Beispiele wie das Bauprojekt an der Friedrichstraße.

„Um hier genauer informiert zu sein, haben wir im Verwaltungsausschuss vergangene Woche eine regelmäßige Information über die Anzahl anhängiger, in Bearbeitung befindlicher sowie gerade abgeschlossener Antragsverfahren eingefordert“, berichtete der WiR-Chef. Seiner Gruppe gehe es vor allem darum, gemeinsam mit dem Bürgermeister und dem Baudezernenten nach Lösungen zu suchen. Dabei müsse man aber sehr behutsam vorgehen, denn die Mitarbeiter, die Krankheitsausfälle kompensieren müssten, kämen sicher an ihre Belastungsgrenze.

„Bei allem Verständnis formulieren wir aber auch klar, dass sich die Situation kurz- bis mittelfristig verbessern muss. Aktivitäten in Richtung Innenstadtbelebung und Wirtschaftsförderung brauchen wir gar nicht erst zu unternehmen, wenn diese schon an zu langsamen Antragsbearbeitungen scheitern“, betonte Diedrichs. Denkbar sei beispielsweise, Teile der im Haushalt zusätzlich eingestellten und zu großen Teilen aus Fördertöpfen zu generierenden Mittel der Wirtschaftsförderung in eine professionelle externe Begleitung gerade der Bauverwaltung in ein „Dienstleistungszentrum“ – sozusagen als Pilotprojekt für die gesamte Verwaltung – zu investieren.

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