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JFV Union will Bandenwerbung

„Das ist für uns existenziell“

BAD PYRMONT. Der Wunsch des Jugendfördervereins Union Bad Pyrmont, mit Bandenwerbung auf den Fußballplätzen zusätzliche Einnahmen für die Fortführung seines Konzeptes zu erzielen (wir berichteten), ist nach Ansicht des Vorsitzenden Jens Veneman für den Verein von existenzieller Bedeutung.

veröffentlicht am 27.02.2017 um 15:35 Uhr
aktualisiert am 30.05.2017 um 09:32 Uhr

Beim Fußball gehört auch im Pyrmonter Stadion an der Südstraße, das die Spielvereinigung bespielt, Bandenwerbung zur Kulisse. Foto: Archiv/nls
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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„Wir sind darauf angewiesen, zusätzliche Erträge zu generieren, sonst müssten wir die Mitgliedsbeiträge deutlich erhöhen“, sagte er im Gespräch mit dieser Zeitung. Seit einem Jahr bemüht sich der Verein laut Veneman darum, eigene Bandenwerbung auf den Sportplätzen im Stadion, an der Bahnhofstraße auf dem Hagen und in Löwensen zu ermöglichen. „Doch weitergekommen sind wir bislang noch nicht“, so der Union-Vorsitzende. 2012 übernahm der Jugendförderverein die Nachwuchskicker von SC Inter Holzhausen, Germania Hagen, Schwarz-Weiß Löwensen, Rot-Weiß Thal und der Spielvereinigung Bad Pyrmont, die – auf sich alleine gestellt – nicht mehr in der Lage waren, spielfähige Mannschaften zu bilden. Seit 2015 setzt die Union ein Konzept mit dem Einsatz von Trainern und Betreuern um, das laut Veneman Kosten im hohen vierstelligen Bereich verursacht. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. 13 Mannschaften mit über 260 Spielern nehmen zurzeit am Spielbetrieb bis hinauf in die A-Junioren-Bezirksliga Hannover teil. „Die Finanzierung unseres Konzeptes ist noch bis 2018 gesichert“, erläutert Veneman. „Erklärter Wille aller Vereine ist es, dieses Konzept fortzuführen und dafür benötigen wir unbedingt eine langfristige Finanzierung.“

Der JFV, der sich nicht nur sportliche Erfolge, sondern auch soziales Engagement auf seine Fahne geschrieben hat, finanziert sich zum größten Teil über Mitgliedsbeiträge, die gegenwärtig noch von den Stammvereinen eingezogen werden. „20 Prozent bleiben bei den Vereinen, die damit ihre Kosten decken können“, so Veneman, der über konkrete Zahlen in der Öffentlichkeit nicht sprechen möchte. Er gehe davon aus, dass die Union der einzige Verein ist, der die fußballerische Jugendarbeit in Bad Pyrmont abdeckt. „Diese Jugendarbeit kostet nun einmal Geld, denn wir verlangen den Ehrenamtlichen relativ viel ab, wollen wir konkurrenzfähig sein.“

Bei der Stadtverwaltung ist der Wunsch nach eigener Bandenwerbung der Union, die derzeit ein Sponsoringkonzept erarbeitet, grundsätzlich auf Verständnis gestoßen. Dafür kommen die beiden Plätze in Bad Pyrmont, der in Löwensen und der auf dem Hagen in Betracht. Der Jugend- und Sportausschuss hatte entschieden, dem JFV, der so gut wie alle Plätze bespielt, keine der derzeit belegten Flächen zu überlassen. Seitdem fragt sich Veneman, was denn übrig bleibt. „Wir müssen unseren Sponsoren natürlich sagen können, wo genau wir ihre Banden aufhängen können“, so der Union-Chef. „Und dafür muss uns die Stadt sagen, welche Werbeflächen für uns frei sind und welche Bedingungen dafür gelten, denn das wissen wir gar nicht.“

Jens Veneman. Foto: Archiv

15 Prozent der Einnahmen aus den Werbeeinnahmen, so hat es die Stadt vertraglich mit den Vereinen, die Bandenwerbung auf den städtischen Plätzen verkaufen, vereinbart, sind für die Jugendarbeit vorgesehen. 2015 waren das 4300 Euro. Doch das Geld haben die Vereine auch nach der Gründung der Union für sich behalten, weil sie Kosten geltend machten. Jetzt drängt die Stadt auf eine Einigung und behält die 15 Prozent der gemeldeten Einnahmen solange zurück, bis sich die Union mit Hagen, Löwensen, Bad Pyrmont und Holzhausen über die Verteilung geeinigt haben. Veneman kann das nicht nachvollziehen. „Die Stadt ist doch Vertragspartner der Vereine und nicht die Union.“

Aber die will erst dann, wenn die geforderte Einigung nicht gelingt, über die Verteilung entscheiden. Das würde aber nicht zwingend bedeuten, dass das Geld für den Jugendfußball verwendet wird. Jugendarbeit wird auch in anderen Vereinen geleistet.



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