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Ortsbrandmeister Michael Kuhn rät Beherbergungsbetrieben zu einem Brandschutzkonzept

„Das ist eine gute Investition“

Bad Pyrmont. Beim Brandschutz in Hotels, Pensionen und Gaststätten gibt es grundsätzlich keinen Brandschutz. Das ist das Fazit einer Veranstaltung zum Thema Brandschutz, zu der der Dehoga und der Kur- und Verkehrsverein eingeladen hatten. Als Referent konnte der Architekt und Ortsbrandmeister Michael Kuhn gewonnen werden.

veröffentlicht am 19.04.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 08:41 Uhr

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Kuhn erläuterte die unterschiedlichen Gebäudeklassen, die für den baulichen Brandschutz gelten. So seien zum Beispiel Schank- und Speisegaststätten mit mehr als 40 Plätzen oder Beherbergungsstätten mit mehr als 12 Betten ein zweiter baulicher Rettungsweg Pflicht. Ab 2015 werde der Einbau von Rauchmeldern Pflicht. „Eine Vernetzung dieser Geräte sollte möglichst das ganze Gebäude umfassen, damit auch die Bewohner des dritten Stocks informiert werden, wenn es in der ersten Etage brennt“, empfahl Kuhn.

Er wies auch darauf hin, dass es für denkmalgeschützte Gebäude Ausnahmen geben könne, sofern diese im Rahmen eines Brandschutzkonzeptes entwickelt würden. Eine Brandschau durch Bauamt oder Landkreis sei jederzeit möglich und müsse zugelassen werden. Über Brandschutzauflagen sollte umgehend die Gebäudeversicherung informiert werden, damit der Versicherungsschutz nicht erlösche. Zudem sei ein regelmäßiger Elektro-Check nachzuweisen, damit im Schadensfall die Versicherung die Regulierung übernehme.

„Mit einem Brandschutzkonzept besteht die Möglichkeit, die gesetzlichen Forderungen in einen wirtschaftlichen Rahmen zu halten“, betonte Kuhn. „Die Kosten dafür sind hinsichtlich möglicher Ersparnisse in bauliche Veränderungen eine gute Investition.“ Jeder Hauseigentümer sollte sich also mit dem Thema auseinandersetzen, bevor die Versicherung oder die Bauaufsichtsbehörde Maßnahmen ergreifen, riet er. Und das könne bis zur Schließung eines Betriebes führen.pr



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