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Politiker bringen Beschluss für einen Neubau des Pyrmonter Humboldt-Gymnasiums auf den Weg

„Das ist ein bedeutsamer Tag“

Bad Pyrmont. Für 13,5 Millionen Euro will die Stadt Bad Pyrmont für das Humboldt-Gymnasium einen Neubau errichten. Aus dieser bekannten Absicht ist nun eine Beschlusslage geworden, denn in einer gemeinsamen Sitzung haben der Bau- und Umweltausschuss und der Schul- und Jugendausschuss dem Vorhaben einstimmig zugestimmt. Die endgültige Entscheidung trifft der Rat heute in einer Woche. Baubeginn ist im Mai 2016, Fertigstellung im Juli 2017.

veröffentlicht am 16.04.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 17:21 Uhr

Autor:

Hans-Ulrich Kilian
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Die CDU-Fraktionsvorsitzende Ursula Körtner sprach von einem „bedeutsamen Tag“ für die Lehrer, Schüler, Eltern und die Stadt und Sieglinde Patzig-Bunzel (SPD) davon, dass sie froh sei, dass es nun endlich einen großen Schritt weitergehe. „Wir stimmen gerne zu, denn so ein Bau hat Zukunft“, stellte sie fest. Das tat zwar auch Klaus Muchow (Grüne), doch er nannte es sehr bedauerlich, dass man auf den Einsatz regenerativer Energie für den Neubau verzichtet. „Damit geben wir den Schülern ein falsches Signal.“

Letztlich ordnet sich die Stadt ihren Finanzzwängen unter. Um die Kostenobergrenze von 13,5 Millionen Euro – und das soll verbindlich sein – einzuhalten, haben sich alle Beteiligten unter anderem auf ein reduziertes Raumprogramm geeinigt. Auch auf eine Klimatisierung des Gebäudes wird verzichtet und die Räume der früheren Orientierungsstufe, die komplett für das Gymnasium genutzt werden sollen, werden ausschließlich einer Brandschutzsanierung unterzogen. „Sonst reicht das Geld nicht“, machte Kämmerer Eberhard Weber deutlich.

Immerhin soll der Neubau eine moderne Neuausstattung mit zeitgemäßen Unterrichtsmedien bekommen. „Das Schulkonzept kann auf jeden Fall umgesetzt werden“, betonte Weber. Dass die Planungen mit der Schule abgestimmt wurden, ist allen Fraktionen wichtig. „Alle erkennbaren Wünsche werden bedient“, machte Wilfried Seibel (Bürgersinn/FDP) deutlich und vertrat die Auffassung, dass die Reduzierung des Raumprogramms sachgerecht sei, denn immerhin werde ein Rückgang der Schülerzahl im nächsten Jahrzehnt um ein Drittel prognostiziert.

Für die Stadt Bad Pyrmont ist der Neubau eine gewaltige finanzielle Herausforderung. Von den 13,5 Millionen Euro muss sie 9,1 Millionen Euro per Kredit finanzieren. Darin sind 3,4 Millionen Euro als zinsloses Darlehen des Landkreises enthalten. Ein Glücksfall für die Kommune ist in dieser Situation das anhaltend niedrige Zinsniveau. Trotzdem wird sich laut Berechnung der Kämmerei der Schuldenstand der Stadt von 9,9 Millionen Euro zum Ende dieses Jahres auf mindestens 16,6 Millionen Euro zum Ende des Jahres 2017 erhöhen. Damit erhöht sich die Pro-Kopf-Verschuldung Bad Pyrmonts von 480 Euro auf 875 Euro.

Mit den Folgen, die daraus resultieren, wird sich der Finanzausschuss heute um 18 Uhr auf Antrag der Bürgersinn/FDP-Fraktion befassen.



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