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Das Gift wirkt - kaum noch Ratten in der Stadt

Lügde (jl/jhe). „Wir haben in zweieinhalb Wochen in der ganzen Großgemeinde nur eine Ratte gesehen“, sagt Bauhof-Mitarbeiter Norbert Müller. Das ist zwar alles andere als eine stolze, für die Lügder jedoch umso beruhigendere Bilanz der soeben abgeschlossenen „Rattenvertilgung“.

veröffentlicht am 04.11.2009 um 18:07 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 10:21 Uhr

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„Drastisch“ ist die Anzahl der Ratten laut Schädlingsbekämpfer Peter Schmidt in diesem Jahr zurückgegangen. Höchstens 60 der ungeliebten Nagetiere wurden gestern in der Kläranlage angespült, nachdem alle Giftbeutel kontrolliert und nachgefüllt worden waren. „Das ist eine Fallstärke, die kaum noch messbar ist“, sagt Schmidt. „Als wir mit der Bekämpfung vor neun Jahren angefangen haben, fanden wir etwa 1000 und im vergangenen Jahr rund 500 Ratten in der Kläranlage“, so Schmidt. Diesen Erfolg führt der Schädlingsbekämpfer darauf zurück, dass die Giftsäckchen seit 2008 jährlich ausgelegt werden und nicht mehr nur alle drei Jahre wie noch zuvor.

Und so funktioniert die Rattenvertilgung: Unter Schmidts Anleitung lüfteten Norbert Müller und seine Bauhof-Kollegen Viktor Lusewitsch und Klaus Arwers sämtliche Kanaldecke in der Großgemeinde. Ob an der jeweiligen Stelle Ratten aktiv waren, zeigte ein Blick: Lag der Köder vom letzten Jahr noch unberührt an seiner Abwurfstelle, war es ruhig an der Rattenfront. Erspähten die Männer hingegen ein angefressenes oder gar kein Giftsäckchen mehr im Schacht, warfen sie ein neues nach.

Rund 12 000 Euro muss die Stadt für die Rattenbekämpfungs-Aktion bezahlen. Darin sind laut Karl-Heinz Köhne auch die Arbeitsstunden der drei Bauhof-Mitarbeiter enthalten. Der Ordnungsamtsleiter ist zufrieden, dass sich die verstärkte Bekämpfung bereits gelohnt hat. Damit die Stadt auch weiterhin nahezu rattenfrei bleibt, ruft Köhne auch zukünftig alle Bürger auf, sich zu beim Ordnungsamt zu melden, wenn sie auf ihrem Grundstück Ratten entdecken. „Dann legen wir neue Köder nach – wenn es nötig ist, auch in einem großen Gebiet.“

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