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Pyrmonter Polizei kontrolliert Mofas und Motorroller und stellt technische Veränderungen fest

Das Frisieren von Rollern ist oft nur ein Klacks

Bad Pyrmont. Polizeikommissarin Susanne Lenz ist auf die Jagd gegangen. Ihr Wild waren frisierte Mofas. Im Rahmen einer Schwerpunktkontrolle galt ihre Aufmerksamkeit Zweirädern mit einer Geschwindigkeit von bis zu 25 km/h. Diese Fahrzeuge müssen lediglich versichert werden, ansonsten unterliegen sie keiner technischen Prüfung.

veröffentlicht am 12.03.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 11:41 Uhr

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„Doch gerade mit diesen Fahrzeugen machen junge Menschen häufig die ersten Erfahrungen als Verkehrsteilnehmer“, weiß Bad Pyrmonts Kommissariatsleiter Udo Nacke. Viele Mofas und Motorroller sind nur auf die langsame Geschwindigkeit heruntergedrosselt. „Für einige junge Fahrer ist es aber eine Kleinigkeit, durch technische Veränderungen die Höchstgeschwindigkeit deutlich zu steigern.“ Das ist keine neue Erscheinung, aber trotzdem immer noch gefährlich. Denn solche Manipulationen führen dazu, dass die Roller nicht mehr verkehrssicher sind. „Diese Zweiräder sind nicht für Geschwindigkeiten von über 100 km/h konstruiert worden“, warnt Nacke. Auch drei der von Kommissarin Lenz überprüften Mofas und Motorroller erreichten auf dem Prüfstand eine deutlich höhere als die zugelassene Geschwindigkeit. Die von Lenz gemessene Spitzengeschwindigkeit betrug 55 km/h.

„Da für ein schnelleres Fahrzeug auch eine entsprechende Fahrerlaubnis erforderlich ist, erfüllt das Benutzen einer solchen Maschine den Straftatbestand des Fahrens ohne Fahrerlaubnis“, klärt Nacke auf.

An weiteren acht Mofas stellte Polizeikommissarin Lenz eine andere beliebte Veränderung fest: Die sogenannte „Sitzbankverkürzung“ fehlte. „So kann eine Maschine statt der erlaubten einen Person zwei befördern. Dafür sei aber eine Fahrerlaubnis der Klasse M erforderlich. Ein anderer Roller wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Hannover beschlagnahmt. Ein Gutachter soll die erheblichen baulichen Veränderungen am Fahrzeug untersuchen.

Ein Auge hatte die Polizei auch auf das Versicherungskennzeichen der Zweiräder. Mofas und Motorroller, die nicht schneller als 45 km/h sind und einen Hubraum von bis zu 50 Kubikzentimeter haben, benötigen jährlich ab dem 1. März ein neues Kennzeichen. Damit wird der Versicherungsschutz erneuert. An einem der kontrollierten Roller entdeckte Lenz noch das seit Ende Februar abgelaufene Kennzeichen. „Jetzt sind nur noch die grünen Versicherungskennzeichen gültig“, erinnert sie.fl

Polizeikommissarin Susanne Lenz testet einen Roller auf dem Prüfstand.

pr.



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