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Die DRV Braunschweig-Hannover investiert 15 Millionen Euro in ihr Therapiezentrum Friedrichshöhe

Das Ende von Nasszellen und Fango

Bad Pyrmont. Das „Brunnenhaus“ und das „Sonnenhaus“ sind in die Jahre gekommen – außen wie innen. Die beiden Gebäudeteile des von der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Braunschweig-Hannover betriebenen „Therapiezentrums Friedrichshöhe“ in Bad Pyrmont können eine Auffrischung gut gebrauchen. Die Chefs in der Zentrale in Laatzen sehen das genauso wie der Verwaltungsdirektor der Klinik, Andree Gleißner und haben 15 Millionen Euro für die Sanierung freigegeben. „Am 11.11. beginnen wir mit dem ersten Bauabschnitt“, kündigte der Verwaltungsdirektor jetzt an und betonte: „Das ist ein Bekenntnis der Rentenversicherung zum Standort Bad Pyrmont, denn wir wollen die Friedrichshöhe weiter zukunftssicher machen.“

veröffentlicht am 04.09.2014 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 07:41 Uhr

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Autor:

Hans-Ulrich Kilian
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Im September vor sieben Jahren war die 168 Zimmer zählende Klinik am Forstweg nach gründlichem Um- und Ausbau wieder eingeweiht worden. Damals waren mehr als 13 Millionen Euro veranschlagt worden, unter anderem hat der Komplex ein neues Eingangsgebäude bekommen. Jetzt geht es um das aus den 60er Jahren stammende „Sonnenhaus“. In den Obergeschossen sind 60 Patientenzimmer untergebracht, die in den 80er Jahren eingerichtet und mit „Nasszellen“ ausgestattet wurden. „Die werden ausgetauscht, denn sie sind zu eng und nicht mehr zeitgemäß“, berichtet Griet Hennecke. Die Architektin betreut als Leiterin des Sachgebiets Bauwesen die Immobilien der DRV. Im Erdgeschoss finden sich Therapieeinrichtungen wie die Rückenschule, das Ergometertraining und das Muskelaufbautraining. „Weil wir das Gebäude innen anfassen, tun wir das gleichzeitig auch von außen“, so die Architektin. Will heißen: die Außenfassade, das Dach, die Fenster und die Türen werden erneuert.

Gleiches gilt auch für das „Brunnenhaus“, in dem die Badeabteilung und die Physiotherapie untergebracht sind. „Die werden wir erneuern, renovieren und verkleinern“, erläutert Hennecke. Verkleinert werden die Abteilungen, um sie den geänderten Anforderungen an die Therapie anzupassen. „Damit folgen wir den Strukturvorgaben der DRV“, so Winfried Müller, der sich um Rehamanagement und -steuerung kümmert. „Wir setzen mehr auf aktive statt auf passive Therapie, also auf Bewegung statt Massage.“ Das bedeutet das Ende der Fangoabteilung, immerhin bislang ein maßgeblicher Teil der Badeabteilung. „Die wird es nicht mehr geben“, so Gleißner. Zudem sei sie zu zeit- und personalaufwendig.

„Reha statt Rente“ – diesem Grundsatz folgt auch die DRV mit ihren Kliniken. „Wir ermöglichen pro Jahr 45000 Rehamaßnahmen, davon 5500 in Bad Pyrmont“, berichtet der Pressesprecher Wolf-Dieter Burde. „Das macht einen Gesamtetat von 250 Millionen Euro aus. So gesehen relativieren sich die 15 Millionen Euro für die nun anstehende Sanierung.“

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Die alte Fango-Abteilung wird aufgelöst. Stattdessen setzt die Klinik mehr auf aktive Therapie.

Mitte übernächsten Jahres sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Vorübergehend werden 25 Patienten in einer, in der m&i-Fachklinik angemieteten, Station untergebracht. Das ist offenbar auch notwendig. „Wir sind zu 100 Prozent ausgelastet“, so Gleißner.



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