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Behörden mit Umleitung zufrieden

Das befürchtete Chaos ist ausgeblieben

BAD PYRMONT. Stadtverwaltung und Polizei haben sich mit der seit einer Woche geltenden Umleitungsregelung im Zuge der Sperrung der Heemsteder Brücke grundsätzlich zufrieden gezeigt. Es hätten nur einige wenige Änderung vorgenommen werden müssen, für Vorschläge sei man aber weiterhin offen.

veröffentlicht am 26.02.2018 um 15:20 Uhr
aktualisiert am 26.02.2018 um 19:40 Uhr

Am Montag mussten an der Ampel an der Saline die Signalgeber ausgetauscht werden. Foto: uk
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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Die Messungen an der Saline hätten Wartezeiten von unter 10 Minuten ergeben, hieß es. „Das haben wir erwartet und das ist akzeptabel“, das stellte die zuständige Fachbereichsleiterin bei der Stadt, Sabine Jösten, am Montag fest. „Insgesamt ist es bisher positiver gelaufen als prognostiziert, und die Umleitung wird gut angenommen.“ Diese Meinung teilt auch Polizeihauptkommissar Arnold Schiffling, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes der Pyrmonter Polizei.

Die Heemsteder Brücke wird neu gebaut, seit den Mittagsstunden des 19. Februar ist darum die Bahnhofstraße am südlichen Ende für den Verkehr voll gesperrt. Vor allen Dingen die Kreuzung an der Saline hatte den Behördenvertretern im Vorfeld Kopfzerbrechen bereitet. Im Normalbetrieb passieren hier 20 000 Fahrzeuge täglich die Ampelanlage, die den veränderten Anforderungen angepasst wurde. Dass diese Umschaltung im laufenden Betrieb geschehen musste, sorge anfangs für Probleme, die sich dann aber relativ schnell wieder legten. „Jedenfalls ist das für die ersten beiden Tage vorhergesagte Chaos nicht eingetreten“, so Schiffling. „Wir haben jedenfalls keine für uns relevanten Staubildungen beobachtet.“

Am Montag wurden an der Ampelanlage neue Signalgeber eingebaut, die alten hatten vergangenen Dienstag für einen Ausfall gesorgt.

Der Neubrunnenweg ist zwar gesperrt, wird aber immer noch genutzt. Am Samstagabend zählte die Polizei hier elf Autos. Foto: uk
  • Der Neubrunnenweg ist zwar gesperrt, wird aber immer noch genutzt. Am Samstagabend zählte die Polizei hier elf Autos. Foto: uk

Die Stadtverwaltung musste im Laufe der ersten Wochen wenige Änderungen vornehmen. Zum Beispiel die Haltelinie vor der Ampel an der Bad Freienwalder Brücke zurücksetzten, damit hier auch große Fahrzeuge wie Busse einbiegen können. Das wird auch nach Aufhebung der Umleitung voraussichtlich so bleiben. Nachgebessert wird noch beim Abbiegeverbot in die Gartenstraße, das besser erkennbar sein soll.

„Der erste Hinweis kam von Eltern und Schülern, weil die Schulbusse die Haltestellen am Gymnasium in der Oesdorfer Straße und zur 8. Stunde in der Bahnhofstraße nicht mehr anfuhren“, berichtet Jösten. „Wir haben reagiert und jetzt werden beide Haltestellen wieder bedient.“ Ansonsten hätten sich die Busbetriebe sehr positiv geäußert. „Es gibt keine Verspätungen und die Anschlüsse an die Züge am Bahnhof werden erreicht.“

Auch in Lügde gebe es keine Probleme, bis auf eine Ausnahme. Lastwagen, die per Navigationsgerät über die Hohenborner Straße und die Emmerbrücke in die Stadtmitte geführt werden, haben Probleme beim Abbiegen in die Mittlere Straße. „Wenn sich das häuft, werden wir reagieren“, kündigte Jösten an. Vielleicht mit dem Hinweis „Navi aus!“

Die Polizei hat in der ersten Woche vor allen Dingen auf den gesperrten Neubrunnenweg geachtet. „Am Samstagmorgen haben wir hier in einer Stunde ein Fahrzeug gezählt, am Samstagabend in einer Stunde elf“, berichtet Schiffling. Zwei Drittel der Fahrer seien gebührenpflichtig verwarnt worden. Die Polizei will die Umleitung weiterhin im Auge behalten, auch mit Tempomessungen.

„10 bis 15 Anrufe haben sie anfangs täglich bekommen“, berichtet Jösten. „Die allermeisten Anrufer hatten Informationsbedarf und waren sehr sachlich, nicht polemisch.“ Sie versichert, dass sie auch weiterhin für Vorschläge offen sei. „Grundsätzlich wird sich an der Umleitung nichts ändern, aber es gibt immer Dinge, auf die man selber nicht kommt.“

Einen Wunsch an die Autofahrer haben beide Behördenvertreter. „Lassen Sie vor den Ampeln nicht zu große Abstände zum Vordermann und fahren sie zügig durch, dann geht es auch schneller.“ Bei einer – jetzt längeren – Grünphase könnten bis zu 14 Autos durchfahren, ansonsten aber auch schon einmal nur 11.

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