weather-image
16°

Ärzte der Klinik „Der Fürstenhof“ wollen Bad Pyrmonts Potenzial als Rheumastandort nutzen

„Daraus kann man mehr machen“

BAD PYRMONT. Als Standort für die Behandlung von Rheumapatienten hat Bad Pyrmont viel Potenzial. Mit der Klinik „Der Fürstenhof“ des Staatsbades und der m&i-Fachklinik gibt es gleich zwei Rheumakliniken mit einem sehr guten Ruf, und das Bathildiskrankenhaus deckt den akutmedizinischen Bedarf ab. „Daraus kann man aber noch mehr machen“, meint Dr. Martin Gehlen. Gemeinsam mit seinem Kollegen Dr. Michael Schwarz-Eywill hat sich der Chefarzt der Fürstenhof-Klinik genau das vorgenommen.

veröffentlicht am 05.11.2018 um 17:50 Uhr
aktualisiert am 05.11.2018 um 21:10 Uhr

Dr. Martin Gehlen (re.) und Dr. Michael Schwarz-Eywill von der Klinik „Der Fürstenhof“ sehen Bad Pyrmont auch als medizinischen Wissenschaftsstandort. Foto: uk
Hans-Ulrich Kilian

Autor

Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Am kommenden Wochenende begrüßen die beiden Fachärzte für Innere Medizin und Rheumatologie etwa 50 Ärzte zu einer Fortbildungsveranstaltung „auf sehr hohem Niveau mit weltweit führenden Experten“, wie sie betonen. Partner sind dabei das Rheumanetz Weserbergland-Bad Pyrmont, die Rheumazentren Weser-Ems und Niedersachsen und der Ärzteverein Bad Pyrmont. Die Tagung richtet sich in erster Linie an Fachärzte. „Wir haben Experten eingeladen, die zum Thema Rheuma referieren und einen Wissensaustausch vornehmen“, so Gehlen. Es sei nicht zuletzt den regelmäßigen Kontakten zu verdanken, dass man diese gefragten Experten für die Tagung habe gewinnen können. Die Szene sei mit gut 1000 Rheumatologen in ganz Deutschland relativ klein und man kenne sich. „Wir arbeiten als Rehaklinik regelmäßig mit einem guten Dutzend akutmedizinischen Rheumazentren zusammen“, ergänzt sein Kollege Schwarz-Eywill, der seit 2016 für den Fürstenhof tätig ist und gemeinsam mit Gehlen den Ehrgeiz hat, Bad Pyrmont als Rheumastandort voranzubringen. Man müsse sehen, dass man den Gesamtstandort mit seiner medizinischen Kompetenz assoziiere, so Gehlen. Aufgrund der Kompetenzen, die hier vorhanden seien, habe es Sinn, sich dabei rheumatologischen, osteologischen, aber auch orthopädischen Fragestellungen zu widmen.

Schwarz-Eywill sieht Bad Pyrmont in dieser Hinsicht auch als Wissenschaftsstandort. „Wir arbeiten gerade in der Fürstenhofklinik an neuen Konzepten, was Rheumaerkrankungen und Rehabilitation angeht, und da gibt es erstaunlicherweise gar nicht so viel an gesicherten Erkenntnissen. Darum haben wir uns vor einigen Jahren auf den Weg gemacht.“ Die Rheumaforschung habe sich in den letzten Jahren ganz gut entwickelt, aber es gebe Defizite, was die Versorgungsforschung angehe. Das liege unter anderem daran, dass die Zahl der Akutkliniken mit Fachabteilung Rheumatologie abnehme und die Zahl der Lehrstühle in Deutschland nicht mehr werde. Das führe dazu, dass auch die Zahl der Fachärzte immer weiter abnehme. „Diesen Rückgang werden wir als Rehaeinrichtungen ausgleichen müssen“, meint Gehlen.

Die bevorstehende Fortbildungstagung zu den Themen Rheumatologie, Osteologie und Orthopädie fügt sich ein in die Veranstaltungen dieses Jahres, die vom Morbus Bechterew-Tag im Mai über eine Osteoporose-Fachtagung im Juni bis hin zum jüngsten Osteoporosetag mit 600 Teilnehmer reichen und in die immer wieder Selbsthilfeverbände eingebunden werden, wie am Wochenende bei einer Veranstaltung gemeinsam mit der Rheuma Liga Niedersachsen.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt