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Tanz, Gesang und Irish Folk vom Feinsten im vollen Konzerthaus

Danceperados zwischen Schweben und Stakkato

Bad Pyrmont. Die Generalprobe der „Danceperados of Ireland“ für ihr neues Programm „Life, loe and lore oft he irish travellers“ muss wohl ein Desaster gewesen sein. Denn die Premiere am Freitagabend im Pyrmonter Konzerthaus war ein voller Erfolg. Zuletzt steppten die Besucher im ausverkauften Saal sogar den Rhythmus zu den irischen Folksongs mit. Vier Männer und sechs Tänzerinnen lieferten eine großartige Tanzshow zu Livemusik vom Feinsten, was die grüne Insel zu bieten hat.

veröffentlicht am 19.01.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 08:21 Uhr

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Autor:

Carlhermann Schmitt
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Die Show thematisierte die Sozialgeschichte der Irischen Nomaden, der „Travellers“ oder „Pavee“, wie sie sich selbst bevorzugt nennen. Auf der großen Hintergrund-Leinwand wurden romantisierende Fotos der Pavee gezeigt und in kurzen Texten ein knapper Abriss der Geschichte gegeben. Die Pavee als Neuigkeiten-Verbreiter, die sich als Kesselflicker und mit Gesang und Musik verdingten, bis die Industrialisierung die Idylle beendete und das fahrende Volk an den Rand der Gesellschaft schob.

Niamh Dunne führte vor jedem Stück in den Liedtext ein – allerdings auf Englisch, was den Genuss bei manchen Gästen etwas schmälerte.

Es wurde abwechselnd gesungen und getanzt. Dabei überzeugte Niamh Dunne mit ihrer warmen Stimme ebenso wie Geraldine MacGowan; beide werden nicht von ungefähr zur Elite des Irish Folk gezählt. Mit dabei waren auch einige Musiker der renommierten Band „Beoga“, die die irischen Songs so dynamisch rüberbrachten, dass in Verbindung mit dem ganzen Show-Nebel das Flair einer irischen Pinte entstand, in der vor lauter Lust an Gesang und Alkohol gleich eine zünftige Keilerei entstehen könnte.

Die Band erntete viel Beifall für ihre Musik. Hauptsächlich Traditionals. Mit dabei war auch ein Song von Chris de Burgh, „A Spaceman came travelling“. Deutlich lauter wurde es allerdings nach den Shows der ebenfalls recht bekannten Tänzer. Elfengleich flogen die Damen durch die Luft oder betrommelten den Boden, als wollten sie ihn spalten. Und als der Rhythmus auch beim Publikum angekommen war, ließen sich die Gäste gern in die Show einbinden. Erkannten, an welchen Stellen sie zu jauchzen hatten oder wie sie klatschen mussten, um das Spiel voranzutreiben. Zu einem vielbeklatschten Höhepunkt wurde der Soloauftritt des Perkussionisten Niall Carey. Denn was er mit einem Klöppel aus einer Handtrommel herausholte, könnte so manchen Drummer mit viel Gerät blass erscheinen lassen Und zum Schluss feierten die Besucher die Musiker und Tänzer, die mit ihrer Show voll ins Herz der Gäste getroffen hatten, die ein ums andere Mal um Zugabe drängten.

Schweben kann so einfach sein – wenn man‘s kann. yt



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