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CDU stellt Klaus Blome als Kandidat vor

„Damit hatte ich niemals gerechnet “

Bad Pyrmont. Noch ist die Tagespolitik nicht seine Sache und der Terminkalender der Kommunalpolitiker auch nicht. Dafür hat Klaus Blome den 25. Mai 2014 schon ganz fest im Blick. An diesem Tag, vorbehaltlich der Entscheidung des Rates am Donnerstag, wird in Bad Pyrmont über den Chefposten im Rathaus abgestimmt. Und wenn sich die Mitglieder der Pyrmonter CDU im Januar davon überzeugen lassen, dass er der richtige Kandidat für die Bürgermeisterwahl ist, dann will der 48 Jahre alte Rechtsanwalt und Notar aus Bad Pyrmont an diesem Tag seinen Wahlsieg feiern. Den Rückhalt des Vorstandes hat er bereits, „und zwar einstimmig“, wie der Parteivorsitzende Dirk Wöltje bei der Vorstellung Blomes gestern in der Geschäftsstelle der CDU betonte.

veröffentlicht am 17.12.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 02:41 Uhr

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Autor:

Hans-Ulrich Kilian
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Von einem „Luxusproblem“ sprach Wöltje und meinte damit, dass bekanntlich gleich zwei mögliche Kandidaten zur Verfügung standen. Am Ende überließ Lars Diedrichs – wenn auch nicht ganz überraschend – seinem Freund Klaus Blome den Vortritt, und zwar aus Verantwortung für sein Unternehmen und seine Familie, wie er sagte. „Das war die bisher schwerste Entscheidung meines Lebens“, so der junge Politiker, der erst seit wenigen Wochen die CDU-Fraktion im Rat führt. Für Blome ist Kommunalpolitik noch völliges Neuland. „Ich war völlig überrascht, als Frau Körtner mich anrief und fragte, ob ich mir vorstellen könnte, dass ich als Bürgermeisterkandidat antrete. Damit hatte ich niemals gerechnet. Gut, dass ich gesessen habe.“ Nach reiflicher Überlegung habe er sich zu diesem Schritt entschlossen, und jetzt sei er bereit, Verantwortung für diese Stadt zu übernehmen. „Es wäre für mich eine große Ehre, Bürgermeister Bad Pyrmonts sein zu können.“

Blome stammt aus Warburg, lebt aber schon seit 1992 in Bad Pyrmont. Mit seiner Frau hat er eine neun Jahre alte Tochter, außerdem gehört ein 25-jähriger Sohn seiner Frau, die für die Paritäten arbeitet, zu der Patchworkfamilie. Jura hat er in Münster studiert und als Referendar am Landgericht Detmold gearbeitet. Blome ist aktiver Fußballfan, war acht Jahre Vorsitzender der Pyrmonter Spielvereinigung und ist zweiter Vorsitzender des Jugendfördervereins Union Bad Pyrmont. „Ich bin in Bad Pyrmont gut angekommen“, stellt er für sich fest.

Verlässlichkeit und Durchsetzungsstärke zählt Blome zu seinen Eigenschaften. „Als Notar muss ich vermitteln und Menschen zusammenführen. Als Rechtsanwalt muss ich in der Lage sein, Sachverhalte aufzunehmen, Lösungen zu finden und Entscheidungen zu treffen“, beschreibt er das, was seiner Meinung nach auch für das Amt eines Bürgermeisters wichtig ist. Außerdem sei seine Parteilosigkeit eine Chance. „Ich setze auf die Kraft der Argumente“, betonte er in diesem Zusammenhang.

Die CDU dürfte aber nicht nur seine Kompetenz als Jurist, sondern besonders auch seine Eigenschaft als Pyrmonter im Wahlkampf anführen. „Nehmt nur bloß niemanden von außen, war der Rat, den wir von vielen bekommen haben“, berichtete Ursula Körtner, die den Auftrag hatte, einen Kandidaten für die CDU zu finden. Gefragt, was ihn mit der CDU verbinde, nennt er zuerst das C für christlich im Parteinamen.

In die Pyrmonter Tagespolitik muss sich Blome erst noch einarbeiten, Konzepte hat er noch nicht. Grundsätzlich vertrat er aber die Meinung, dass die Aktivitäten seit dem Amtsantritt von Bürgermeisterin Elke Christina Roeder (SPD) überschaubar seien. „Frau Roeder hat sicherlich Erfolge, und die will ich ihr auch nicht absprechen. Aber die Pyrmonter sollten mit offenen Augen durch ihre Stadt und die Ortsteile gehen und dann selber ihre Entscheidung treffen, ob sie sieben Jahre lang ausreichend für Bad Pyrmont gearbeitet hat.“ Zumindest in den Jahren 2011, 2012 und 2013, in denen ihre Arbeit sich habe auswirken können, habe er so gut wie nichts gefunden, sagte er.

Klaus Blome gestern bei seiner Vorstellung in der Geschäftsstelle der Pyrmonter CDU. uk



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