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Bürgerinitiative „Transit Weserbergland“ bereitet sich auf Protestkundgebung in Bad Pyrmont vor

Damit der Zug nicht abfährt

Bad Pyrmont/Thal. In den Gemeinschaftsraum der Feuerwehr Thal drängelten gut 50 Personen und einigen blieb nur der Stehplatz im Eingang und hinter dem Tresen. Die Bürgerinitiative „Transit Weserbergland“ unter Federführung des Coppenbrüggers Diethard Seemann hatte zu einem Abstimmungstreffen eingeladen, um die für den 14. November in Bad Pyrmont geplante Informationsveranstaltung zum Thema Güterfernverkehr durch das Emmertal benötigten Hilfen und Unterstützungen zu konkretisieren. Unter den Zuhörern waren auch der künftige Bürgermeister Bad Pyrmonts Klaus Blome (der seinen Beitritt zu BI erklärte) und Lügdes Bürgermeister Heinz Reker.

veröffentlicht am 20.10.2014 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 23:21 Uhr

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Autor:

Klaus Titze
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Seemann sprach von einem europäischen „Güterkorridor zwischen Rotterdam und Warschau“, von bis zu zusätzlichen 50 000 Zügen jährlich auf der Südroute, und davon, dass damit auf Tag und Nacht verteilt zusätzlich alle zehn Minuten ein „endlos langer“ Güterzug durch das Pyrmonter Tal und damit auch durch die besiedelten Gebiete rattere. „Können Sie sich vorstellen, dass in eine solch belastete Region noch jemand ziehen möchte?“ fragte Seemann.

Ursula Körtner, CDU-Ratsmitglied im Stadtrat von Bad Pyrmont, stimmte zu. Für das Staatsbad und somit für die Stadt Bad Pyrmont als Heilungszentrum wäre das „der Todesstoß“. Lügdes Bürgermeister Heinz Reker hakte ein: „Bislang scheinen die in dem Fall zu erwartenden Auswirkungen auf die Orte entlang der Strecke in den Köpfen der politischen Vertreter ebenso wenig präsent zu sein wie in der Bevölkerung selbst“, resümiert er, denn in Lippe rege sich bisher so gut wie kein Widerstand. „Dabei kann ich mir nicht vorstellen, dass Kommunen entlang der Strecke von Altenbeken in Richtung Norden von einer derartigen Güterverkehrsfrequenz nicht betroffen wären“, betonte Reker. Auch die Strecke bis Altenbeken würde um bis zu 160 Güterzüge pro Tag zusätzlich belastet werden. Und allemal beträfe es doch Städte wie Schieder mit dem Naherholungsgebiet Emmersee oder eben auch seine Stadt Lügde, die sich bemühe, ein touristisches Kleinod zu werden.

So waren sich in Thal alle einig, dass der 14. November 2014 in Bad Pyrmont eine Informationsveranstaltung für die gesamte Region werden müsse. „Da muss die Post abgehen. Wir haben nur noch diese eine Chance zur Beeinflussung einer politischen Entscheidung. Steht diese erst einmal, dann ist im wahrsten Sinne des Wortes der Zug abgefahren.“

Für die Veranstaltung in Bad Pyrmont wird ordentlich die Werbetrommel gerührt. Danach gehe es um eine Unterschriftensammlung und weitere Aktionen, um den Widerstand der gesamten Region zu artikulieren. Am 14. November um 19 Uhr will die Bürgerinitiative in der Mensa des Schulzentrums mit einer Informations- und Protestveranstaltung „den Wahnsinn“ verhindern, wie es auf Flugblättern heißt. Zu diesem Termin sollen auch überregionale Medien eingeladen werden; auch aus Nordrhein-Westfalen, um die Befürchtungen transportieren zu helfen, dass entlang der Strecke Ruhrgebiet–Altenbeken-Hameln–Nordstemmen Gemeinden betroffen sein würden, wenn nicht lautstark Protest erhoben werde, wie es hieß.



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