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DAK stößt mit Abrissentscheidung auf Kritik

Bad Pyrmont (uk). Das leerstehende Seminarhaus der „Deutschen Angestellten Krankenkasse“ (DAK) an der Klinik „Haus Weserland“ in Bad Pyrmont hat keine Zukunft. Trotz der Bemühungen von Stadt und Staatsbad, der Kasse einen Käufer für eine touristische Nutzung zu vermitteln, steht der 55 Apartments umfassende Gebäudekomplex am Vogelreichsweg unmittelbar vor dem Abriss.

veröffentlicht am 13.10.2009 um 14:36 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 12:41 Uhr

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Bad Pyrmont (uk). Das leerstehende Seminarhaus der „Deutschen Angestellten Krankenkasse“ (DAK) an der Klinik „Haus Weserland“ in Bad Pyrmont hat keine Zukunft. Trotz der Bemühungen von Stadt und Staatsbad, der Kasse einen Käufer für eine touristische Nutzung zu vermitteln, steht der 55 Apartments umfassende Gebäudekomplex am Vogelreichsweg unmittelbar vor dem Abriss.
 „Die Planungen sehen vor, dass das bis Ende des Jahres erledigt ist“, so Gerd Reinartz von der DAK-Pressestelle in Hamburg. Bei Kurdirektor Heinz-Hermann Blome ist die Entscheidung auf völliges Unverständnis gestoßen und auch Stadtkämmerer Eberhard Weber rätselt über den Grund.
 „Die Kosten laufen uns davon“, begründet Reinartz den Abriss. Das Gewerbeaufsichtsamt habe so hohe Auflagen verlangt, dass für eine Instandsetzung rund 3 Millionen Euro Kosten anfallen würden. „Der Abriss kostet uns nur ein Zehntel“, betont der Sprecher. Es habe zwar verschiedene Kaufinteressenten gegeben, doch die Verhandlungen seien gescheitert, weil es „finanziell nicht gepasst“ habe. Als Seminarhaus werde das Gebäude nicht mehr benötigt, weil die DAK eine entsprechende Einrichtung in Bad Segeberg habe.
 „Wir haben uns ernsthaft dafür eingesetzt, das Haus für den Tourismus zu erhalten, denn jedes Bett, das Bad Pyrmont erhalten bleibt, ist wünschenswert“, so Weber, der über die Haltung der DAK rätselt. „Die tatsächlichen Gründe erschließen sich mir auch nicht.“ Der Kurdirektor äußerte „völliges Unverständnis“ über die Entscheidung. „Ich kann das nicht nachvollziehen, denn eine Reihe von Häusern in Bad Pyrmont haben Überkapazitäten erfolgreich für Hotellerie oder Gesundheitstourismus am Markt platziert“, stellt Blome fest. „Es ist unverständlich, dass hier ein wertvolles Gebäude platt gemacht werden soll.“

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