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50. Stadtmeisterschaft im Bosseln sorgt bei Mitwirkenden und Zuschauern für Erheiterung

„Dabei sein ist alles“

BAD PYRMONT. Auch bei der Jubiläumsausgabe der Stadtmeisterschaft im Bosseln zählte noch der olympische Gedanke „Dabei sein ist alles“. Während bei den Olympischen Spielen schon eine Silbermedaille fast wertlos ist, hat die Behinderten-Sportgemeinschaft (BSG) um die Vorsitzende Anneliese Becker in Bad Pyrmont einen Wettkampf etabliert, der zwar die Augen-Hand-Koordination fordert und volle Konzentration auf Spielgerät und Motorik erfordert, das Ergebnis eines Spieldurchlaufs aber mit viel Gelassenheit betrachtet.

veröffentlicht am 06.11.2017 um 18:04 Uhr

Die Mannschaft der Behindertensportgemeinschaft lässt sich von ihren Kollegen richtig anfeuern. Foto: yt
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Carlhermann Schmitt Reporter
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So ist auch Doping in Form aufputschender Koffein-Softdrinks oder geselligkeitsfördender Hopfen-Getränke keineswegs verboten. 30 Mannschaften hatten sich in der Südhalle eingefunden, um miteinander oder gegeneinander – auf alle Fälle irgendwie gemeinsam – zu bosseln.

„Du musst die gegnerische Bossel, die nahe an der Daube liegt, so anschießen, dass sie seitlich abgetrieben wird und deine Bossel dann näher an dem Zielstein liegt.“ Diese und weitere Theorien, die gleich Domino-Effekte zeitigen sollten, leuchteten wohl auch den unerfahrensten Spielern ein. Diese Theorien dann praktisch umzusetzen, sorgte bisweilen für viel Erheiterung bei den Beobachtern, die selbst mitunter Probleme hatten, ihr Spielgerät so auf den Boden zu bringen, dass es wie vorgesehen auf den Borsten der Daube entgegenrutscht. Und so mag wohl mancher versucht gewesen zu sein, das Sprichwort, dass man vor Gericht und auf hoher See in Gottes Hand sei, auch auf das Bossel-Spiel auszweiten.

„Ich freue mich, dass wieder so viele Mannschaften an unserem Turnier teilgenommen haben“, strahlte Anneliese Becker über das volle Haus beim 50. Bosselturnier, in dem alles ging, aber nichts eilig war. „Und so ist es doch immer wieder schön, mit Leuten hier ins Gespräch zu kommen, mit denen man sonst eher nichts zu tun hat“, beschrieb Hans Wittig den Abend.

Dafür haben sich die Mitglieder der BSG wieder richtig ins Zeug gelegt. Da mussten die Bahnen abgeklebt werden, Turnierlisten erstellt und ausgewertet werden. Die Schiedsrichter überprüften, werteten aus und meldeten die Ergebnisse.

Und im Anschluss gab es noch ein Abendessen im Sportheim, bei dem dann die Sieger gekürt und die Unterlegenen getröstet wurden. Und für jede Mannschaft gab es viel Applaus, egal, ob sie den ersten Platz belegte wie Inter Holzhausen, den zwölften wie die Werksmannschaft der BSG oder den letzten wie die Singfonie.

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